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Unser Disablôt

Da Ihr ja jetzt schon gut Bescheid wisst über Disablôt oder Lichtmeß, möchtet Ihr vielleicht auch wissen, wie wir das gestern nun gefeiert haben.

Wir haben uns nachmittags ganz gemütlich zu Kuchen und Kaffee/Tee bei unserem Freund Holmger getroffen, der auf seinem Grundstück einen wunderschönen kleinen Ritualplatz eingerichtete hat. Den nutzen wir sehr gerne für die Feste unserer Gruppe.

Zwei Leute vom Filmteam (Ihr erinnert Euch?) waren auch da, weil es sie interessierte, wie es ohne Filmkameras bei uns zugeht.

Nach der kleinen Stärkung ging es dann zum Blôt.

Da hat sich im laufe der Zeit ein gewisser Ablauf herauskristallisiert. Wir stellen uns im Kreis um die Feuerstelle und bitten Donar um Schutz für das Ritual. Einer von uns spricht ein paar Worte, die zum Anlass passen und uns darauf einstimmen, wieso wir genau zu dieser Zeit dort stehen, um die Götter zu ehren. Gestern haben wir uns z.B. daran erinnert, dass wir zu Jul, in der längsten Nacht des Jahres an dieser Stelle standen, um das Licht zu begrüßen. Jetzt ist dieses Licht schon wieder sehr viel stärker geworden.

Dann wird das Feuer entzündet. Anschließend haben wir uns an die Mütter unserer Sippen gewandt. Wir haben sie um Schutz und Segen für das Land und unsere Kinder gebeten.

Bevor wir das Horn kreisen ließen, haben wir drei Runen gesungen, die einen Bezug zu diesem Fest haben: Berkana, Algiz und Sowilo (ok, ich werde bald einen Artikel über Runen schreiben – versprochen!) und Opferbrot gesegnet und geteilt. Wölfchen hat es ganz stolz im Kreis herumgetragen, damit sich jeder sein Stück abbrechen konnte. Anschließend war er (wie immer) auch der Erste, der sein Stück mit den Göttern teilte. Als Ausgleich futtert er meistens den Rest vom Opferbrot auf, während er darauf wartet dass das Horn zu ihm kommt.

Das Horn macht bei uns drei Runden: In der Ersten wenden wir uns an die Götter, in der Zweiten an die Ahnen und in der Dritten kann jeder, der möchte eigene Anliegen vortragen. Grundsätzlich gilt: Jeder darf was sagen, keiner muss!

Mein Wölfchen bringt immer wieder Trinksprüche, die mich erstaunen. Er trinkt oft auf seine Großeltern und aktuelle Lieblingsfreundinnen. Aber auch unser Besuch gestern wurde nicht vergessen. Mich freut es sehr, dass er so frei in unsere Gemeinschaft hineinwächst.

Nachdem das Blôt beendet war, haben wir den Nachmittag bzw. frühen Abend bei einer zünftigen Brotzeit ausklingen lassen. So waren wir rechtzeitig zur Schlafenszeit wieder zu Hause, denn heute Morgen hieß es ja: Die Ferien sind vorbei!

Eine schöne Woche wünscht Euch

Eure
Wulfhild

PS: Ich habe die Bilder vom Filmdreh! Freut Euch drauf!

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