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Osterquelle

Heute  nachmittag haben wir einen sehr schönen Ausflug gemacht. Leider war das Wetter nicht mehr so freundlich wie vormittags, aber davon haben wir uns selbstverständlich nicht abschrecken lassen.

"Dorflinde" in Lübars

"Dorflinde" in Lübars

Wir sind bei uns in den Bus gestiegen und 24 Minuten bis zum Ende dieser Buslinie gefahren – von Alt Tegel nach Lübars, dem letzten Dorf innerhalb der Berliner Stadtgrenze. Während dieser kleinen Reise haben wir sehr verschiedene Seiten Berlins durchfahren.

Unser Tegel ist ja ein recht beschaulicher und grüner Teil in dieser vielseitigen Stadt, unterwegs haben wir auch einige Schattenseiten gesehen: Riesige Hochhäuser, zum Teil richtig heruntergekommen. Und ein paar Bushaltestellen weiter glaubt man kaum noch, in Berlin zu sein. Pferdeställe und Reitplätze, alte Bauernhöfe und –häuser, ein kleiner Dorfplatz mit alten Bäumen, u.a. einer Dorflinde vor der Kirche!

Woher ich weiß, dass dieser kahle Baum mit den Bänken drumherum ausgerechnet eine Linde ist? Naja, man könnte es bestimmt an der Rinde oder am Wuchs erkennen, doch so gut bin ich nicht. Aber die Reste der Blüten und Tragblätter sind recht charakteristisch und ich wäre sehr verwundert, wenn ich mich irren würde. Im Frühjahr fahre ich noch mal hin, um nachzuschauen 🙂

Gegenüber vom Dorfplatz ist der Dorfkrug und ein Stück weiter die Straße entlang liegt der Kräuterhof. Da hat es mich gewaltig in Fingern und Füßen gejuckt, doch am Wochenende ist geschlossen. Es handelt sich um einen Hof, der von behinderten Menschen bewirtschaftet wird und Gemüse, Obst und eben Kräutern aus biologischem Anbau anbietet. Ich konnte es mir nicht verkneifen, durch den Zaun zu spähen und habe Kräuterbeete erkannt, u.a. eine größere Anpflanzung von Lavendel.

Moorteich in der Ferne

Moorteich in der Ferne

Weiter ging es zu unserem eigentlichen Ziel. Über Feldwege durch eine herrliche Kulturlandschaft mit birkenumstandenen Moorteichen und alten Bäumen, begleitete von einem Storch zur Osterquelle.

Es ist überliefert, dass hier am Ostersonntag die Frauen und Mädchen des Dorfes zum Wasserschöpfen kamen. Das spiegelt sich auch im Name wider. Solche Bräuche lassen vermuten, dass es sich um einen sehr viel älteren heiligen Ort handelt. Quellen waren auch unseren Vorfahren heilig. Allerdings verbot die Kirche später ihre Verehrung.

Da wir diesmal vorbereitet waren, hatten wir den Hütern der Quelle und den Wesen des Platzes etwas mitgebracht: Kekse, Nüsse und Rosinen. Direkt an der Quelle ist ein Stein, der sich hervorragend dazu eignet, solche Gaben dort zu hinterlassen.

Wölfchen weiht unsere Gaben an der Osterquelle

Wölfchen weiht unsere Gaben an der Osterquelle

In einem großen Bogen gingen wir zurück zum Dorfkern, um unseren Ausflug im Dorfkrug mit heißer Schokolade und frischen Waffeln zu beenden.

Über Lübars selber, seine Geschichte und Umgebung könnte man noch viel mehr schreiben, weil es wirklich ein wunderschönes Fleckchen Erde ist. Vielleicht hole ich das noch mal nach, heute wollte ich Euch von unserem Ausflug zur Osterquelle berichten.

Eure
Wulfhild

2 Kommentare

  1. wetterhex:

    Ich finde es toll, das ihr uns an euren Aüsflügen teilhaben lasst. So lerne ich, Berlin ( meine alte Heimat) ein wenig anders kennen.

  2. Wulfhild:

    Ja, es ist phantastisch, was es hier an alten Wurzeln zu entdecken gibt! Ich bin froh, daß ich hier bin. Komm uns bald besuchen, dann entdecken wir gemeinsam.

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