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Die Linde

Der Artikel über unseren Ausflug zur Osterquelle hat mich angeregt, noch etwas über die Linde zu schreiben.

Die Linde war schon für die Germanen ein wichtiger Baum. Noch heute gehen in Deutschland sehr viele Ortsnamen auf diesen Baum zurück. In vielen Dörfern findet man heute noch alte Dorflinden, unter denen Gericht gehalten wurde (Gerichtslinden), was sehr an ein Thing erinnert. Man traf sich dort aber auch zum Feiern und Tanzen.

Linde von Linn (Schweiz)

Linde von Linn (Schweiz)

Die Linde ist in ganz Europa verbreitet, bis auf 1000 Metern Höhe in den Nordalpen. Die Blätter sind herzförmig, ihre Blüten hängen in Rispen, die mit einem Tragblatt verwachsen sind und duften besonders abends sehr intensiv.

Lindenholz ist relativ weich und nicht besonders witterungesbeständig. Deshalb wurden daraus hauptsächlich Gegenstände für den Gebrauch im Haus hergestellt, Teller und Löffel zum Beispiel.

Bis zur Einführung von Hanf und Leinen wurde der Lindenbast zur Herstellung von Kleidung, Taschen, Seilen u.ä. verwendet. Er wurde im Mai aus der Rinde junger Lindenbäume gewonnen.

Lindenblüten

Lindenblüten

Aus Lindenblüten mischt man gerne einen schweißtreibenden, krampflösenden Tee, der bei Erkältungen Erleichterung verschaffen kann.

Obwohl es nicht eindeutig belegt ist, sind viele der Meinung, die Linde wäre der Frigg oder der Freyja heilig.
Jedenfalls spielt ein Lindenblatt eine entscheidende Rolle im Nibelungenlied!

Schaut Euch in der nächsten Zeit doch mal nach Linden um. Sie werden heute gerne als Park- oder Allebäume gepflanzt. Ihr erkennt sie an den hängenden Fruchtständen mit dem Tragblatt.

Eure
Wulfhild

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