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Ostara – Asgard » Heidenkinder.de
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Ostara – Asgard

„Ist es wieder so weit?“ Heimdalls Frage war eigentlich rhetorisch. Die Göttin nickte „Ja, es ist wieder Zeit!“

Dann betrat sie Bifröst und schritt leichten Fußes über die Regenbogenbrücke. Heimdall lächelte ihr nach. Er mochte Ostara gerne, sie war so sanft und doch voller Kraft und Lebenslust.

In Odins Halle erhob sich der Gott gerade von seinem Sitz. „Kommst Du mit?“ fragte er seine Frau Frigg. „Nein“, sie schüttelte den Kopf, „es ist zu viel zu tun.“

Doch Odin zog es nach Hlidskjalf, seinem Hochsitz, von dem aus er ganz Midgard überblicken konnte. Er saß oft dort, wenn er nicht selber in Midgard auf Wanderschaft war. Besonders wenn die Menschen sich zu den alten Festen versammelten, war er bestimmt der aufmerksamste Zuschauer.

Es war das Fest, das die Menschen Ostara nennen, an dem Tag und Nacht gleich lang sind. Das Fest, an dem die Menschen den Segen der Frühlingsgöttin, das Wirken der Wanen und die helle Hälfte des Jahreskreises begrüßen und feiern.

Ostara pflegt zu diesem Anlass selber über die Felder zu wandeln. Odin konnte ihr Blütenkleid erkennen. Ihr Schritt war so leicht, dass es aussah, als würde sie über die zarten Pflänzchen schweben. Ah! Odin sah, wie die ersten Grüppchen seiner Anhänger sich versammelten und vorbereiteten. Schon während der letzten Tage waren sie recht emsig beschäftigt gewesen, hatten gebacken, Eier gefärbt und ihren Kindern Geschichten von der Frühlingsgöttin erzählt. Aber das fand Allvater nicht so spannend. Viel Frauenkram eben.

Doch jetzt versammelten sie sich, entzündeten Feuer, opferten und riefen sie, ihre Götter, die ihr Volk seit Urzeiten begleiteten.

Thor, den Sohn der Erde, dass er die Frostriesen besiegen möge, Nerthus, Frey und Freyja, dass sie Fruchtbarkeit für Äcker und Felder bringen mögen und natürlich Ostara.

Was für eine Freude war es zu sehen, wie seine, Allvaters Anhängerschaft von Fest zu Fest, von Jahr zu Jahr wuchs. Das Netz der Feuer, die zu Ehren der Alten Götter entzündet wurden, wurde immer dichter und ihr Schein leuchtete hell in Midgard. Es waren nicht mehr nur die Erwachsenes, die den Glauben ihrer Vorväter irgendwann wiedergefunden hatten, sondern immer mehr Kinder, die von Anfang an unter dem Schutz der alten Götter aufwuchsen.

So wie dort hinten, wo das Feuer besonders hell brannte. Zwei Familien, drei Kinder und fünf Einzelpersonen standen im Kreis und stimmten sich auf das Ritual ein.

Die Kinder waren noch nicht so konzentriert, aber sie spürten, dass etwas Besonderes geschah und es war ihnen schon lange vertraut. Sie hatten einen Altar aus Stein, den sie festlich dekoriert hatten. Ein Kranz aus frischem Brot mit bunten Eiern als Symbolen der Fruchtbarkeit. Ein Strauß Frühlingsblumen, eine Schale mit Quellwasser und natürlich Hörner und Met.

Ostara trat unbemerkt hinzu und berührte segnend die Gaben. Nur das kleinste der Kinder bemerkte ein Schimmern am Altar und zwinkerte mit den Augen.

Sie feierten ihr Blôt, sie opferten das Brot, sie erneuerten den Bund mit den Göttern. Anschließend feierten sie bei gutem Essen ausgelassen den schönen Tag.

Odin auf Hlidskjalf lächelte.

2 Kommentare

  1. wetterhex:

    ich habe mich schon richtig doll auf deine neue Geschichte gefreut, liebevoll geschrieben. Mach weiter sooo!

  2. Wulfhilds Geschichten « Alte Sitte:

    […] “Ostara – Asgard“ […]

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