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Sif

Jaja, ich weiß, Sif ist keine Frühlingsgöttin. Im Gegenteil, sie ist Korn- und Erntegöttin.

Aber könnt Ihr Euch vorstellen, was hier los ist, weil ich noch nichts über Thors Frau geschrieben habe? Wölfchen nimmt das sehr genau. Wenn Thor, dann auch Sif. Also gut.

Wie Ihr ja schon wisst, ist Sif die Frau des Donnergottes und Mutter von Thrud und Lorride. Sie hat noch einen Sohn, Ullr, den sie in die Ehe mit Thor einbrachte.

Einen Beweis für eine kultische Verehrung der Sif durch unsere Vorfahren gibt es nicht. Heute stellen aber einige Autoren gerne einen Zusammenhang zwischen ihrem Goldhaar und dem goldenen, reifen Korn her. Das passt dann auch gut zu Thors Aspekt als Fruchtbarkeitsgott.

In der Edda finden wir eine Geschichte zu ihrem schönen Haar: Loki hatte mal wieder etwas Boshaftes ausgeheckt und Sifs ganze Haarpracht abgeschnitten. Das brachte Thor natürlich so richtig in Wut und Loki musste um sein Leben fürchten. Um sich zu retten, ging er nach Swartalfheim zu den Zwergen, die Meister der Schmiedekunst sind. Sie fertigten nicht nur Haar aus Gold für Sif, das wächst wie echtes Haar, sondern auch den Speer Gungnir, den Ring Draupnir, das Schiff Skidbadnir, den Eber Gullinborsti und Mjölnir!

Mit diesen Geschenken gelang es Loki, die Götter zu besänftigen.

Wenn wir der Idee folgen, Sif als Ernte- und Korngöttin zu sehen, passt die Rune Jera sehr gut zu ihr. Sif zu Ehren können wir später im Jahr Kränze aus Kornblumen und Mohn binden. Beides sind Blumen, die sich oft in Getreidefeldern finden, aber leider durch Unkrautvertilgunsmittel stark bedroht sind.

Eure
Wulfhild

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