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VfGH Bundesthing 2009 – Teil 1

Das Bundesthing des VfGH fand dieses Jahr vom 7. bis 10.5. in der Alten Schule in Morsbach im Landkreis Eichstätt statt.

Ab Donnerstag nachmittag konnte angereist werden, was von etlichen Teilnehmern gerne genutzt wurde. Ich finde es sehr angenehm, Zeit zum wirklich Ankommen zu haben. Es ist dann auch genügend Zeit, alte Kontakte aufzufrischen und neue zu knüpfen.

Da es bei uns ja doch noch mit dem Urlaub geklappt hat, war auch fast unser kompletter Herd Donnerstag Mittag auf dem Weg nach Bayern. Die Fahrt war zwar lang, verlief aber problemlos. Wölfchen ist auch ein toller Mitfahrer!

Die Alte Schule in Morsbach ist ein „Jugendübernachtungshaus“ . Landschaftlich herrlich gelegen, sehr sauber, mit verschieden großen Schlafräumen, Speisesaal, Turnhalle, gemütlichem Gemeinschaftsraum und einer sehr guten Verpflegung durch super nettes Küchenpersonal.

Wir waren mit bei den ersten Ankömmlingen und nach und nach trudelten noch mehr ein. Zum Abendbrot waren dann so ziemlich alle da, die sich für Donnerstag angekündigt hatten. Später saßen wir gemütlich um ein Lagerfeuer herum und ließen den Anreisetag ausklingen.

Der Freitag hatte kein offizielles Programm. Er war immer noch Anreisetag für diejenigen, die Donnerstag noch nicht kommen konnten. Angeboten war aber eine Führung im Römer und Bajuwaren Museum in der Vorburg der Burg Kipfenberg. Dort war ich schon mal auf einem Mittelalter Markt. Aber die Führung, die wir dann bekamen war etwas Besonderes. Ich werde da separat drüber berichten.

Zum leckeren und reichhaltigen Mittagessen waren wir natürlich alle wieder in der Alten Schule und stärkten uns.

Den Nachmittag nutzen einige, darunter Pumpans Herd, um die Nachbildung eines römischen Wachturms und die Ausgrabung eines römischen Kastells anzuschauen. Schließlich befanden wir uns direkt am Limes.

Als wir den Parkplatz erreichten, sah es sehr düster aus und in der Ferne sahen und hörten wir Donar über den Himmel fahren. Wir rechneten fest damit, eine ordentlich Dusche abzubekommen, wollten uns aber davon nicht abschrecken lassen und sangen erst einmal ein Lied zu Ehren Thors.
Das gefiel ihm anscheinend, denn wir blieben trocken und konnten einen langen Weg bei schönstem Sonnenschein zurücklegen.

Erstes Ziel war der Wachturm, den man leider nicht von innen besichtigen kann.

Neben dem nachgebildeten Turm befinden sich noch die Überreste des Originals. Dort habe ich Steine gefunden, die zu denen passen, aus denen ich mein Runenset herstellen möchte. „Germanen plündern römischen Wachturm!“ Was für eine Schlagzeile 😉

rekonstruierter Turm am Limes

rekonstruierter Turm am Limes

Dem Rundweg folgend, zwischendurch auch quer durch den Wald, was Wölfchen eindeutig besser gefällt als gerade Wanderwege, steuerten wir unser zweites Ziel, Burgus, an.

Baum mit Feenloch

Baum mit Feenloch

Unterwegs „stolperten“ wir noch über eine ausgefallene Laune der Natur:  Ein Hinweisschild hatte uns auf einen Keltischen Grabhügel aufmerksam gemacht, als der Größte (äh, Längste) von uns ein Feenloch in dem Baum direkt an diesem Hügel entdeckte. Feenlöcher entstehen, wenn sich ein Baum teilt und weiter oben wieder zusammenwächst. Es ranken sich allerlei Mythen um solche Phänomene. Z.B. dass man durch diese Löcher einen Blick in eine andere Welt erhaschen kann. Wir fanden es sehr bemerkenswert, so etwas direkt an einem Grabhügel zu finden. Mein Liebster förderte aus seinen unergründlichen Jackentaschen eine Tüte Studentenfutter hervor, von dem wir etwas als kleines Opfer dort zurückließen.

Burgus ist eine von den Römern übernommene germanische Bezeichnung für kleinere Kastelle entlang des Limes. Sie beherbergten etwa 100 römische Soldaten. Ein Burgus ist zwar turmartig, aber für 100 Mann finde ich ihn trotzdem ziemlich klein. Verwöhnt waren römische Soldaten wohl eher nicht.

Lageplan des "Burgus"

Lageplan des "Burgus"

Unser Burgus liegt sehr malerisch mitten im Wald. Man kann ihn nicht betreten, hat aber von einem erhöhten Punkt mit Infotafeln aus einen sehr guten Überblick über die Ausgrabungen.

So langsam waren wir genug gewandert und unsere Mägen machten uns auch klar, dass Abendbrotzeit war. Also machten wir uns wieder auf den Weg nach Morsbach. Pünktlich zum Ende unserer Wanderung gab es ein richtiges Unwetter mit Wolkenbruch und Sturm, das auch den ganzen Abend bis in die Nacht anhielt bzw. immer wieder aufflackerte.

Trotzdem versammelten sich die meisten wieder am Feuerplatz – diesmal unter einer Plane.

-Teil 2 folgt-

Eure
Wulfhild

1 Kommentar

  1. Ringhorn 58 « Alte Sitte:

    […] PS: Berichte vom VfGH-Bundesthing und das Drumherum finden sich auf Heidenkinder.de: VfGH Bundesthing 2009 – Teil 1″ […]

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