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VfGH-Bundesthing – Teil 2

Der Samstag morgen begann wettermäßig mit Frühnebel, der bald von strahlendem Sonnenschein aufgelöst wurde.

Wir konnten für das Thingblôt also den von Haimo ausgesuchten schönen Platz ansteuern, der ein Stück weit den Berg hinauf liegt.
Nachdem dann auch unserer Österreicher eingetroffen waren, ging es los.

Oben angekommen, sammelten wir uns und Asfrid begann das Blôt. Leider konnten wir an der Stelle kein Feuer machen. Das war aber auch schon der einzige Wermutstropfen.

Unser Kreis beim Thingblot

Unser Kreis beim Thingblot

Wir waren zu dritt zum Eid angetreten. Die drei Vorstandsmitglieder stellten uns die vorgesehenen Fragen, damit wir noch einmal prüfen konnten, ob es unser fester Entschluss ist, diesen Eid abzulegen.

Danach sprachen wir nach einander die Eidesformel. Haimo legte mir meinen Torc um und hieß mich im Kreis der Schwurmannen willkommen.
Das war schon ein sehr, sehr schöner Moment. Ich habe mich so lange auf diesen Augenblick gefreut und gebangt, dass es wegen des Urlaubs nicht klappen könnte.

Und jetzt stand ich da mit Till und Olaf im Kreis, mitten in einer Gemeinschaft, die aufrichtig Anteil daran nahm. Die guten Wünsche der Teilnehmer haben mich sehr berührt, weil sie wirklich ehrlich und von Herzen sind.

Anschließend ging es wieder den Berg hinunter und nach einer kleinen Stärkung hieß es „Arbeit“. Zumindest für uns Erwachsene.

Inzwischen waren sechs Heidenkinder da und hatten einen Haufen Spaß. Während wir uns die Köpfe heiß redeten, tobten sie durchs Haus, das Gelände, die Turnhalle. Spielten Kicker und Fangen und erbettelten sich von der Köchin Eis. Dabei waren sie natürlich so überzeugend, dass die gute Frau gar nicht widerstehen konnte ….

Unser Vereinsvorstand während des Thing

Unser Vereinsvorstand während des Thing

So konnten wir in Ruhe alles besprechen, was anlag und die nötigen Beschlüsse fassen.

Und wir waren sehr gut – zum Abendbrot waren wir fertig. Wäre auch blöd gewesen, wenn nicht, es gab nämlich sehr leckeren Gulasch und zum Nachtisch auch Eis für die Erwachsenen.

Später am Abend gab es noch etwas Besonderes: Ferdinand vom Nordwaldherd bot uns an, an einem keltischen Beltane-Ritual teilzunehmen. Dieses Keltische Fest markiert den Übergang vom Frühjahr zum Sommer und wird um den ersten Mai herum gefeiert. Und am Wochenende hatten wir den Mai-Vollmond, es passte also perfekt.
(Auch über das Ritual wird es einen Extra-Artikel geben)

Den Mond konnten wir zwar nicht sehen, weil es sehr bewölkt war, aber die Atmosphäre war fantastisch. Im Dunkeln standen wir um das Feuer herum und ehrten die Götter unserer Keltischen Ahnen. Gerade dort in Bayern sind sich die keltische und germanische Kultur sehr nahe.

Während des Rituals tobten Blitz und Donner über dem Wald im Süden und das Gewitter kam immer näher. Genau zum Ende des Rituals fielen die ersten Tropfen. Na so ein „Zufall“.

Eigentlich hatten wir geplant, den Vollmond noch für ein (germanisches) Ahnenblôt zu nutzen, was aber aufgrund von Thors Einmischung in ein Ahnensumbel bei Kerzenschein im Haus umgewandelt wurde. Ein würdiger Abschluss für diesen Tag.

Der Sonntag stand ganz im Zeichen der Abreise. Frühstücken, packen, fegen und ab nach Hause. Viele hatten lange Wege vor sich und schließlich ging am Montag der Alltag wieder los.

Doch die Erlebnisse des Wochenendes werden uns noch lange begleiten und uns stärken. Die Gemeinschaft, die Rituale und für mich ganz wichtig: Mein Eid.

Eure
Wulfhild

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