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Mamas Eid

Am letzten Wochenende waren wir ja auf dem Thing des VfGH. Am Freitag haben wir uns einiges angeguckt – warum müssen Erwachsene eigentlich immer in Museen rennen? Das eigentliche Thing war am Samstag.

Nach dem Frühstück sind wir ein Stück den Berg hoch geklettert, weil dort ein schöner Platz für das Thingblôt war.

Ich habe mich schon gewundert, dass Mama sich so ungewöhnlich angezogen hat. Sie hatte ihr blaues Kleid mit den weiten Ärmeln an. Sie zieht es manchmal zu Ritualen an, das letzte Mal zu Jul. Ich mag das Kleid gerne, weil ich mich da in den Ärmeln verstecken kann.

Am Gürtel hingen ihr Horn und ihr Runenbeutel. Und irgendwie war sie aufgeregt.

Dabei war alles ganz normal, wie immer. Wir haben uns im Kreis aufgestellt, Asfrid hat den Platz mit dem Hammer eingehegt und etwas gesprochen. Nur ein Feuer gab es leider nicht, ich glaube, wir durften dort keins machen. Aber das Tausend-Götter-Lied haben wir gesungen!

Wulfhild legt ihren Eid ab

Mama Wulfhild legt ihren Eid ab

Ja und dann kam es: Mama, Till und Olaf sollten in die Mitte des Kreises. Da fiel mir wieder ein, was los war: Mama wollte doch ihren Eid ablegen.

Sie hat die ganze letzte Zeit davon geredet und mir auch erklärt, dass der Eid ein besonders festes Versprechen den Göttern gegenüber ist. Aber vorstellen konnte ich mir das nicht. Dabei hat sie auch ihren Torc gebastelt. Den habe ich beim Ritual erst gar nicht gesehen.

Asfrid, Haimo und Ingmar haben den Dreien dann Fragen vorgelesen und alle Drei haben immer mit „Ja“ geantwortet.

Dann ist Haimo zu Mama in den Kreis gegangen. Er hatte einen großen Ring dabei, aber Holmger von Pumpans Herd hat ihm einen anderen gegeben. Den haben dann Haimo und Mama angefasst und Haimo hat einen Text gesprochen, den Mama nachsprechen musste. Dann hat er ihr den Torc umgehängt. Das sah richtig gut aus! Haimo hat Mama feste umarmt und sie im Kreis der Schwurmannen willkommen geheißen. Mama sah sehr glücklich aus.

Asfrid und Ingmar haben mit Till und Olaf den gleichen Text gesprochen und ihnen ihre Torcs umgehängt.

Das alles war sehr feierlich und scheint wirklich eine ernste Angelegenheit zu sein.

Danach ging es normal weiter. Das Horn ging herum und jeder konnte einen Trinkspruch sagen. Die Meisten hatten gute Wünsche für die neuen Schwurmänner und die Schwurfrau. Nach dem Blôt kamen alle zum Gratulieren. Das war schön.

Trankopfer nach dem Eid

Trankopfer nach dem Eid

Anschließend sind wir wieder den Berg runter zu unserer Unterkunft. Die Erwachsenen hatten da das Thing, wo endlos viel geredet wurde, das ist jedes Jahr so. Zum Glück waren noch andere Kinder da, so dass wir prima spielen konnten.

Gestern Abend habe ich mit Mama noch mal über den Eid gesprochen. Es wurde auch gesagt, dass sie in allen Welten als Verräter bekannt sein würde, wenn sie dieses Versprechen nicht hält. Mama hat gesagt, dass man deshalb diesen Eid nur ablegen sollte, wenn man sicher weiß, dass man den Rest seines Lebens mit den Göttern gehen wird.

Ich habe ihr gesagt, dass ich immer Germane und bei den Göttern bleibe. Da braucht sie sich wirklich keine Sorgen zu machen!

Euer
Wölfchen

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