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Unser Mittsommer

Willkommen in der dunkleren Hälfte des Jahreskreises, liebe Heidenkinder! Habt Ihr den Höhepunkt des Jahres ausgiebig gefeiert?

Wir schon.

Der Wetterbericht für Sonnabend war nicht so toll und noch auf dem Weg zum Festplatz gab es einen heftigen Wolkenbruch. Aber inzwischen weiß ich, wie das läuft …

Ich war ja zum ersten Mal auf diesem Platz im Wald und ich muß sagen, es ist wunderschön dort. Er wird vom örtlichen Revierförster betreut und vermietet, liegt mitten im Wald und bietet alles, was man als Heide so braucht: Eine Feuerstelle, um die im Kreis Tische und Bänke angeordnet sind, ein zusätzlicher gemauerter Grill mit höhenverstellbarem Rost und Bratspieß-Vorrichtung, eine offene Hütte, in der man Schutz vor Regen finden kann und ausreichend viele Holzbänke und -tische sowie zusätzlich noch klappbare Biertisch-Garnituren.

Dort angekommen hieß es zunächste einmal: Autos ausladen – irgendwie sah es einmal wieder so aus, als wollten wir mehrere Wochen dort campieren. Diverse Kochtöpfe – einmal schon gefüllt und einmal zum Aufwärmen des Essen über dem Feuer -, Teller, Tassen, Besteck, Kuchen, Getränke – es ist doch erstaunlich, wieviel Zeug in mein kleines Auto paßt.

Kaffee und Kuchen

Kaffee und Kuchen

Holmger und khz waren auch schon da, so daß wir gemeinsam alles vorbereiten konnten. Wir hatten extra viel Zeit eingeplant, erkundeten den Platz und die Möglichkeiten dort, richteten den Altar schon her und machten es uns dann erst einmal mit leckerem Kuchen gemütlich. Es war trocken und warm.

Wölfchen und unsere Große machten den Wald unsicher, indem sie mit einer Schaufel bewaffnet auf Schatzsuche gingen.

Später kam dann auch Geírdis, so daß Pumpans Herd komplett versammelt war und uns nur noch die beiden Neuen fehlten, die wir beim letzten Brunch kennengelernt haben.

Aber mit dem Ritual wurde es erstmal noch nichts.

Zuerst drohte Thor grollend in der Ferne, dann immer näher und dann wurde es wieder sehr naß. Gerade rechtzeitig konnten wir den Altar wieder abräumen. Doch der Regen dauerte nicht lange. Wir sahen das sowieso als gutes Zeichen, sozusagen als Thors Segen.

Wölfchen stört der Regen überhaupt nicht. Angetan mit seiner Regenjacke hockte er am Feuer und kokelte Stöckchen an.

Auch ohne Regen: Wölfchen, der Stock und das Feuer

Auch ohne Regen: Wölfchen, der Stock und das Feuer

Es wurde wieder heller und trockener und gerade, als wir beschlossen, nicht länger zu warten, trudelten auch die beiden letzten Teilnehmer ein, genaugenommen drei, wenn man den Hund mitzählt.

Als alle Vorbereitungen abgeschlossen waren, ging es los. Außerhalb des Tores zu dem Gelände versammelten wir uns, um uns kurz auf das kommende Ritual einzustimmen, dann ging es im Gänsemarsch zum Blôtplatz.

Wölfchen verteilt Opferbrot

Wölfchen verteilt Opferbrot

Wir hatten ein wunderschönes Blôt! Wir haben drei Mal die gesamte Runenreihe gesungen, Wölfchen hat das Opferbrot verteilt, was er immer mit großem Ernst tut – und später natürlich wieder die Reste verspeist. Schließlich gab es noch einen sehr schönen, sehr persönlichen Teil.

Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten haben wir das Kultmahl nicht über dem Opferfeuer zubereitet, sondern auf dem separaten Grill, was sehr angenehm war.

Ich hatte einen Gulaschtopf vorbereitet, mit Gulasch, Kartoffeln, Paprika und Pilzen. Dazu gab es frisches Baguette.

Gulaschtopf und mehr

Gulaschtopf und mehr

Unsere beiden Heidenkinder tobten noch immer durch den Wald, aber irgendwann kam unsere Große dann doch an: „Wann fahren wir nach Hause? Ich bin müde!“

Es wurde auch langsam Zeit, alles aufzuräumen. Wölfchen half natürlich mit Begeisterung, das Feuer zu löschen, indem er es einfach flutete.

Wie immer halfen alle zusammen und bald hatten wir unsere ganzen Spuren verwischt und machten uns auf den Heimweg.

Unsere Süßen fielen nach erfolgreicher Grobreinigung zufrieden in ihre Betten und waren im nächsten Augenblick eingeschlafen. Auch ihnen hatte es sehr gut gefallen. Ich bin sehr froh, daß die beiden sich in unserer Gemeinschaft so wohl fühlen und so in unsere Religion hineinwachsen.

1 Kommentar

  1. Stilkam:

    Schön, schön. Auch bei uns wurde von den Kindern das Opferbrot verteilt – ist doch irgendwie überall gleich. 🙂
    Das wiederum ist das Schöne daran. Man steht im Kreis und weiß, andere Herde des VfGH halten jetzt ebenfalls ihr Blot; das schafft Verbindung über die Distanz hinweg.
    Ich hoffe, bei euch war es nicht so kalt wie bei uns am Abend.

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