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Wulfhild und die Dicke Marie

Von der Dicken Marie, der alten Eiche am Tegeler See, habe ich Euch ja schon mal erzählt. Einmal in einem Bericht über einen meiner Spaziergänge und einmal inder Geschichte von Jannick.

Während der letzten, unerfreulichen Zeit war ich öfter da, um Opfer niederzulegen und die wohltuende Kraft des Ortes zu spüren. Besonders schön war es während unseres Neumond-/Skadi-Blôts. Wir haben in die Dunkelheit hinein gefeiert, so daß unser Feuerchen in einer kleinen Feuerschale die einzige Lichtquelle war, die den provisorischen Altar aus Tuch, Horn und Opfergaben erhellte.

Der mächtige Stamm und die knorrigen Äste des alten Baumes zeichneten sich schwarz vor dem Winterabendsonnenuntergangshimmel ab. Anfangs hörten wir noch Stimmen von Spaziergängern am See, aber dann war es ganz still.

Bei dieser Gelegenheit fiel mir auf, daß an diesem Ort keine „Thor-Kraft“ herrscht. Obwohl die Eiche doch zu Thor gehört. Das, was ich an der Dicken Marie spüre, ist sanfter, weiblicher.

Dazu paßt auch, daß die alte Eiche als „Dicke Marie“ bekannt ist. Ich glaube nämlich nicht der landläufigen Erklärung, daß sie nach der Köchin der Humboldtbrüder benannt wurde. Der Name Maria verweist eher auf eine Verehrung einer oder mehrerer weiblicher Wesenheiten an diesem Ort. Vielleicht Erd- und/oder Fruchtbarkeitsgöttinnen, Disen oder Ähnliche.

Natürlich ist das alles reine Spekulation, schließlich ist dieser Baum „erst“ 900 Jahre alt. Aber (nicht nur) für mich hat dieser Ort eine besondere Ausstrahlung, die es uns leicht macht, uns mit unseren Göttern zu verbinden.

Eure
Wulfhild

1 Kommentar

  1. Geirdís:

    Es ist natürlich auch reine Spekulation, dass die Volkssage der Dicken Marie einen Aufhocker zuschreibt… 😉

    „Für’s Protokoll“ sei auch erwähnt, dass es da noch jemanden gibt, der mit der ein oder anderen Eiche in Verbindung gebracht wird… 😉

    Aber ich bin froh, die Dicke Marie in Deiner Nähe zu wissen!

    Götterheil,
    Geirdís

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