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Die Blanke Helle

Der andere Name dieses Ortes, „Helspfuhl“ gibt uns einen Hinweis darauf, um was für einen Ort es sich handeln könnte.

Zunächst einmal handelt es sich um einen See, der nach der letzten Eiszeit aus den Resten eines der großen Gletscher entstand. Solche Seen nennt man auch Toteislöcher. Die Blanke Helle gehört zu einer ganzen Kette solcher Seen in Berlin.

Interessanterweise prägt er entscheidend das Bild des Alboinplatzes. Wieso das interessant ist? Weil Alboin ein Herrscher der Langobarden war. Die Entstehungslegende der Langobarden erzählt von einer besonderen Beziehung zu Frigg, aber das ist eine andere Geschichte.

Zurück zur Blanken Helle.

An ihrem Ufer steht das überdimensionale Standbild eines Stieres mit drohend gesenkten Hörnern. Es erinnert an die Sage, die sich um diesen Ort rankt.

Der See soll einst Zugang zu Hels Reich gewesen sein, ein Priester wachte über den am Ufer befindlichen Opferstein der Totengöttin. Zweimal im Jahr sandte Hel ihrem Priester einen schwarzen Stier zum Pflügen der Felder. Als ein christlicher Mönch die Nachfolge des heidnischen Priesters antrat, versäumte er es, der Hel Opfer darzubringen. Als der schwarze Stier das nächste Mal erschien, verschlang er den Mönch, statt die Felder umzupflügen.

Noch bis in das 19 Jahrhundert hinein erzählte man sich in dieser Gegend, dass der See sich jedes Jahr sein Opfer holt.

Leider war ich noch nicht im Frühjahr oder Sommer an der Blanken Helle, nur zu Perchta, wenn der See dick zugefroren ist und als Auslauf für die Rodler ringsherum dient. Da der See in einer Senke liegt, war es zu dieser Zeit dort auch recht diesig, was dem Ort noch zusätzlich etwas Geheimnisvolles verleiht. Sehr passend, um das Ende der Julzeit zu begehen und Perchta bzw. Holle zu ehren.

Eure
Wulfhild

1 Kommentar

  1. Geirdís:

    Das erste Mal war ich im Hochsommer da, mitten am Nachmittag – egal! Es ist halt einer von [i]diesen[/i] Orten…

    Liebe Grüße,
    Geirdís

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