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Ostara der Frauen » Heidenkinder.de
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Ostara der Frauen

Meine lieben Heidenkinder!

Habt Ihr mich vermisst? Ich Euch sehr.

Ich gehe gerade durch eine Zeit, die für mich sehr anstrengend und schmerzhaft ist. Es passiert viel, was mich sehr traurig macht.

Schreiben würde mir helfen, aber dazu lässt die Angelegenheit mir nicht genug Zeit und zu wenig „freien Kopf“

Doch da gibt es unseren Herd und das ist gut so. Wie gut, hat sich besonders heute wieder gezeigt, da kann ich trotz aller Schwierigkeiten nicht anders: Ich muß es mit Euch teilen.

So kam es also, dass unsere Große, Geirdís, Maria und ich um 5:25 Uhr im Bus nach Lübars saßen, um bei Sonnenaufgang Wasser aus der Osterquelle zu schöpfen.

Es ist gute Tradition, diesen Gang schweigend zu absolvieren. Uns war schon aufgrund unserer müden Augen nicht nach großartigen Gesprächen zumute. Aber die Dame, die im Auftrag der BVG die Kundenbefragung durchführte, guckte schon etwas verzweifelt, als gleich vier Fahrgäste das Gespräch mit ihr freundlich ablehnten.

An der Haltestelle winkte uns ein etwas bedröppeltes Wölfchen hinterher, der gerne mit uns Frauen zur Quelle wollte. Aber das ist nun mal Frauensache und … mit dem Schweigen und Wölfchen ist das so eine Sache.

Die Männer (also Mann und Männlein) marschierten zur Dicken Marie, um dort ein kleines Ritual abzuhalten und Eier zu opfern.

Es dämmerte schon, als wir in Lübars ankamen. Das Schweigen half, den kurzen Fußweg zur Quelle besonders bewusst zu erleben. Wir konnten spüren, wie mild die Luft nach der langen kalten Zeit jetzt ist, die Vögel hören und wahrnehmen, wie es langsam heller wurde.

An der Quelle angekommen, holten wir die Flaschen und sonstigen Gefäße aus unsern Taschen und begannen sie – noch immer schweigend – zu füllen. Das ist an dieser Quelle etwas schwierig, weil sie leider sehr ungeschickt mit Steinen eingefasst ist. Aber wir haben es geschafft.

Als Dank gaben wir Haferflocken und Kekse für die Herrin der Quelle und ihre Gefährten. Für uns gab es zur Stärkung heißes Wasser aus der Thermoskanne und Stullen, die wir schon am Vorabend vorbereitet hatten.

Pünktlich zum Sonnenaufgang um 6:10 Uhr begrüßten wir Sunna.

Das Schweigen war gebrochen und auf dem Rückweg quasselten wir, wie man das von uns gewohnt ist, munter drauf los. Ich bin sehr stolz auf unsere Große, daß sie nicht nur so früh ohne Meckern aus den Federn gekrochen ist, sondern auch noch das lange Schweigen ausgehalten hat!

Wir erreichten gerade in dem Moment unsere Haustür, als Wölfchen mit Tasche bewaffnet laut schreiend losstürmte, um Schrippen fürs Frühstück zu holen.

Das war auch gut so, denn erstens hatten wir einen riesen Hunger und zweitens lag ja noch das „offizielle“ Fest mit den Männern von Pumpans Herd, Blôt und Festmahl vor uns …

Einen schönen Frühling wünscht Euch

Eure
Wulfhild

1 Kommentar

  1. das jaerv:

    Schön wieder von Dir zu lesen Wulfhild!

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