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Schnitterfest » Heidenkinder.de
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Schnitterfest

Gestern haben wir das Schnitterfest gefeiert. Der Termin liegt traditionell am zweiten Vollmond nach Mittsommer – und der war heute morgen sehr früh.

Worum geht es bei diesem Fest?

Es ist der Beginn der Ernte. Also kein Erntedankfest, das kommt zum Herbstfest. Jetzt geht es noch um Wachstum und Reife und darum, die Ernte zu erhalten. Denn um diese Zeit kann sehr viel zerstört werden. Wer schon einmal ein Getreidefeld nach einem Hagelsturm gesehen hat, weiß, was ich meine.

Deshalb ist das Schnitterfest nicht nur ein Fest der Fruchtbarkeitsgötter Frey und Freyja, sondern vor allem ein Fest Thors, den wir um Schutz für die reifenden Feldfrüchte bitten.

Zu den Runen, die wir für unseren Begang ausgesucht hatten, gehörten aus diesem Grund neben Fehu für die Fülle und Jera für den Jahreskreis und die gute Ernte auch Thurisaz für Thor und die Riesen, die er besiegen möge.

Als Ort für unser Fest hatten wir uns Lübars ausgesucht. Dort ist es doch sehr ländlich, so dass es leicht war, den Bezug zu unserer Feier zu erkennen. Schon auf dem Weg zu unserem Platz kamen wir an reifenden Getreidefeldern vorbei. Wir ließen uns am Fließ nieder, in Sichtweite einer alten Weide.

Dort bauten wir unseren Altar auf und hielten unser Ritual ab. Ich habe mich mal wieder besonders darüber gefreut, wie engagiert sich die Kinder beteiligt haben. Sie wachsen so richtig in unsere Tradition hinein. Unsere Große bringt inzwischen nicht nur beherzt ihre Trinksprüche aus, sondern übernimmt mit Begeisterung Aufgaben im Begang. Diesmal haben wir beide uns die Anrufung der Himmelrichtungen geteilt.

Wölfchen war Feuerwart, was ja schon immer sein Wunsch war.  Denn da es an den Tagen voher mächtig geregnet hatte, konnten wir Feuer machen. Wir hatten eine kleine Feuerschale und einen unserer selbst hergestellten Zünder dabei. Es war aber recht windig und von daher schwierig, das Feuerchen in Gang zu halten. Wir arbeiten noch an unserer Technik

Nach dem Blôt blieben wir gleich an Ort und Stelle, hockten uns in das hohe Gras und teilten, was wir an Gaben zusammengetragen hatten und was an Opferbrot übrig war. Wir genossen die Atmosphäre des Ortes, die Kinder konnten noch herumtollen und ich stattete der alten Weide einen kurzen Besuch ab.

Aber irgendwann mussten wir dann doch unsere Sachen zusammenpacken und den Heimweg antreten. Das taten wir dann auch – mit dem guten Gefühl, bereit für die Ernte zu sein.

Eure Wulfhild

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