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Die Merseburger Zaubersprüche

Im Artikel über unsere verletzte Große habe ich den Merseburger Zauberspruch erwähnt. Das war so schon mal falsch, denn es gibt zwei sogenannte Merseburger Zaubersprüche.

Im ersten geht es um Idisen, die gefangene Krieger auf dem Schlachtfeld von ihren Fesseln befreien, den zweiten kennt Ihr bereits.

Die Sprüche haben ihren Namen von ihrem Fundort in der Bibliothek des Domkapitels zu Merseburg.
Dort entdeckte man sie als Einfügung in einem theologischen Buch aus dem 9./10. Jahrhundert. Daß es sich um eine Einfügung handelt, verrät schon die andere Handschrift, in der sie geschrieben sind. (Quelle: Wikipedia)

In den Merseburger Zaubersprüchen finden wir noch etwas von der germanischen Dicht-Tradition, wie z.B. teilweise Stabreime. Der Aufbau erinnert uns an den Aufbau der germanischen Gebete: Dem Spill und dem Gibet, das hier aber geraunt wird und deshalb rûna heißt. (Quelle: „Das Heilige Fest: Rituale des traditionellen germanischen Heidentums in heutiger Zeit„)

Was die Entstehungszeit angeht, sind sich die Gelehrten nicht einig, es spricht wohl einiges dafür, dass sie frühestens um die Zeit der Missionierung durch Bonifatius entstanden.

Doch das Meiste bleibt leider noch verborgen. Wir wissen nicht, warum die Zauberformeln in das christliche Werk eingefügt wurden und warum später auch noch jemand ein christliches Gebet auf Latein angehängt hat. Es wäre natürlich schön, wenn wir das irgendwann erfahren würden.

Bis dahin sammeln wir praktische Erfahrungen 😉

Eure
Wulfhild

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