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	<title>Heidenkinder.de &#187; Ahnen</title>
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	<description>Die Seiten für kleine und große Heidenkinder</description>
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		<title>Mittsommer 2010 oder: Heil dem Fußballgott</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Jun 2010 08:29:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wulfhild</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Feste]]></category>
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		<description><![CDATA[Wulfhild berichtet vom diesjährigen rituellen Fest des Berlin-Brandenburger VfGH zur Sommersonnenwende am Hünengrab im Steinbergpark in Berlin-Waidmannslust.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Leider mit einer Woche Verspätung haben auch wir Mittsommer gefeiert. Da wir im Moment unseren üblichen Blôtplatz nicht nutzen können, standen wir vor der Herausforderung, uns eine Alternative zu suchen. Bisher waren wir da ja sehr verwöhnt.</p>
<p>Der große Herdwart hatte dann die gute Idee, am <a title="Artikel Frühlingsboten" href="http://www.heidenkinder.de/2009/03/15/fruehlingsboten/">Hünengrab</a> zu feiern. Diese Idee fand allgemein Anklang.<span id="more-1533"></span></p>
<p>Eigentlich hätte ich in einer Schulung schwitzen müssen, während meine Lieben das Horn kreisen lassen wollten. Doch der Fußballgott hat mich gerettet, die Schulung wurde früher beendet und eine Mitschülerin hat mich bis zum Steinbergpark gefahren. Etwas abgehetzt, aber glücklich fand ich eine erfreulich große Gruppe, bereit, die Sonne zu ehren. Darunter einige, die zum ersten Mal an einem unserer Rituale teilnahmen.</p>
<p>Da wir vom VfGH den Platz bisher noch nie benutzt haben, haben wir ihn vorher durch Räuchern gereinigt und mit Algiz geschützt. Zu Beginn des Rituals wurden auch die Wächter der vier Himmelsrichtungen angerufen und eingeladen. Wie inzwischen schon gute Tradition, haben auch die Kinder begeistert einige Aufgaben übernommen. Wie eben die Anrufung der Himmelsrichtungen und später sogar das Zunten. Und sie haben es toll gemacht!</p>
<p>Ich war besonders glücklich, in der zweiten Runde, der für die Ahnen, mein Horn auf meinen verstorbenen Bruder zu erheben. Wir haben uns nie kennengelernt, aber gestern war sein Geburtstag und es war mir eine Ehre, auf ihn zu trinken.</p>
<p>Nach dem Blôt fuhren wir alle zu uns, wo Kartoffelsalat und Würstchen auf uns warteten.</p>
<p>Nachdem alle satt waren, zauberte ich den Mini-Grill hervor, den ich vor kurzem im Sonderangebot erstanden habe, damit wir auch endlich auf unserer Terrasse gefahrlos ein offenes Feuer machen können. Und gestern war ein guter Zeitpunkt, ihn einzuweihen. Am Blôtplatz hatten wir nur ein kleines Spiritus-Feuer in einer Schale gehabt, weil die Waldbrandgefahr im Moment einfach zu groß ist. Deshalb konnten keine Opfergaben verbrannt werden, was wir dann hier bei uns nachholten.</p>
<p>Wir saßen noch eine ganze Weile zusammen, bevor sich die Runde langsam auflöste.</p>
<p>Möge Sunna uns allen noch viel von ihrem Licht und ihrer Wärme schenken, während die dunklere Jahreshälfte beginnt.</p>
<p>Eure<br />
Wulfhild</p>
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		<title>Winternächte</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Nov 2009 08:30:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wulfhild</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feste]]></category>
		<category><![CDATA[Germanen]]></category>
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		<description><![CDATA[Pumpans Herd feierte das germanische Fest der Winternächte, das hier erklärt wird.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn ich schon über Halloween meckere, muß ich dem Fest auch etwas entgegensetzen. Wie ich schon in dem <a title="Von Halloween zur Wilden Jagd" href="http://www.heidenkinder.de/2009/10/19/von-halloween-zur-wilden-jagd/" target="_blank">Artikel über Halloween</a> erwähnt habe, ist die germanische Entsprechung Winternächte.</p>
<p>Wir von Pumpans Herd haben es am vergangenen Sonntag gefeiert.<span id="more-1236"></span>Das Fest kennzeichnet nach germanischer Tradition den Winterbeginn. Es ist die Zeit, in der wir überlegen sollten, was wir an Gepäck durch die dunkle Zeit mitnehmen wollen und können. Früher wurde das Vieh, das man nicht durch den Winter bringen konnte, geschlachtet und diente der Nahrungssicherung.</p>
<p>Auch wir schleppen manchmal einiges an altem Ballast aus dem vergangenen Jahr mit uns herum.</p>
<p>Bei uns ist es inzwischen Tradition geworden, zu Winternächte eine Rune zu ziehen, die andeutet, was sich im kommenden Jahr entfalten möchte. Das kann auch ein Ansatzpunkt sein zu überlegen, was jetzt alt und überholt ist.</p>
<p>Eine gute Gelegenheit zurückzuschauen auf das letzte Jahr. Was war gut, was war nicht so gut? Was lernen wir daraus für die Zukunft? Oder gibt es in den Dingen, die wir nicht so gut fanden doch noch etwas Gutes zu entdecken?</p>
<p>Der große Schwerpunkt des Festes ist die Ahnenverehrung, das Ahnengedenken. Passenderweise ehren wir als Gott besonders Wodan, der jetzt mit seiner wilden Jagd reitet. Beobachtet einmal den Himmel bei den Herbststürmen – bestimmt könnt Ihr Wodan auf Sleipnir mit seiner Gefolgschaft erkennen.</p>
<p>Eine gute Idee ist es auch, Gräber der Ahnen zu besuchen und eine Gabe zu hinterlassen. Oder beim Essen einen Platz frei zu lassen für die Ahnen.</p>
<p>In diese Zeit fällt auch das Martinsfest. Es wird von den Christen mit Laternenumzügen und Martinsgänsen groß gefeiert. Aber vielleicht erinnert Euch ein Reiter mit wehendem Mantel noch an jemand anders? Kleiner Hinweis: Ein Kenningar für Rabe ist „Leichengans“!</p>
<p>Was die Runen angeht, gibt es sehr verschiedene Meinungen, welche zu diesem Fest passen. Das ist auch gut so und es wäre schön, wenn Ihr Euch Eure eigenen Gedanken dazu machen würdet, welche Runen EUCH passend erscheinen.</p>
<p>Eure<br />
Wulfhild</p>
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		<title>Mein Traum</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Mar 2009 19:51:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wulfhild</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ok, was ich heute erzählen möchte ist nicht unbedingt nur heidnisch, hat für mich aber damit zu tun (siehe auch „Mein Heidentum“). Ich möchte heute einen meiner Träume mit Euch teilen. Wie Ihr vielleicht zwischen den Zeilen meiner Artikel gelesen habt, wohne ich noch nicht sehr lange in Berlin. Ursprünglich komme ich auch aus einer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ok, was ich heute erzählen möchte ist nicht unbedingt nur heidnisch, hat für mich aber damit zu tun (siehe auch „<a title="Artikel mein Heidentum" href="http://www.heidenkinder.de/2009/02/05/mein-heidentum/" target="_blank">Mein Heidentum</a>“). Ich möchte heute einen meiner Träume mit Euch teilen.<span id="more-595"></span></p>
<p>Wie Ihr vielleicht zwischen den Zeilen meiner Artikel gelesen habt, wohne ich noch nicht sehr lange in Berlin. Ursprünglich komme ich auch aus einer Großstadt, habe die letzten Jahre aber in relativ ländlichen Gebieten verbracht. Dort ist es leicht, den Göttern in der Natur zu begegnen.</p>
<p>Jetzt bin ich in Berlin, fühle mich völlig zu Hause und begegne meinen Göttern in der Stadt. Doch wie Ihr wisst, gehört Natur für mich untrennbar zu meinem Heidentum dazu. Und ich habe einen Traum…</p>
<p>Ich möchte aus unserer Mini-Terrasse eine kleine Oase machen. Einen Zufluchtsort für Menschen und Tiere. Einen Ort, wo Menschen sich begegnen, austauschen, ihre Götter und Ahnen ehren, Leben teilen. Eine Krafttankstelle, an der wir auftanken können für unsere Aufgaben „draußen“.</p>
<p>Ich male mir ja schon eine Weile aus, wie es werden könnte und ganz langsam nimmt es konkrete Formen an. Heute habe ich mit einem Freund diese ersten Vorstellungen durchgekaut und weiterentwickelt. Das hat Spaß gemacht.</p>
<p>Außerdem hat mir ein Gemüsehändler eine Gemüsekiste geschenkt, die jetzt meine Kompostkiste wird.</p>
<p>Die Bauanleitung für ein Hochbeet liegt auch schon bereit und im Wintergarten warten die Pflänzchen auf wärmere Tage.</p>
<p>Ich freue mich darauf, wenn die Kapuzinerkresse am Zaun hoch rankt, die Bienen sich auf den blauen Sternblüten des Borretsch tummeln und der frische Duft der Zitronenmelisse sich mit der Würze von Lavendel, Thymian und Rosmarin mischt. Und wenn ich Hunger bekomme, zupfe ich mir eine Erdbeere oder ziehe eine Möhre aus der Erde…. Oder wie wäre es mit einem knackigen Radieschen?</p>
<p>Zu kleinen Ritualen versammeln wir uns um eine Feuerstelle und die große Schale mit der Erde von den Gräbern der Ahnen. Wie ich dieses Ritualplätzchen integriere, weiß ich noch nicht genau, weil der Platz wirklich sehr begrenzt ist. Aber es wird einen Weg geben, weil es einfach richtig ist.</p>
<p>Eure<br />
Wulfhild</p>
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		<title>Unser Disablôt</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Feb 2009 09:33:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wulfhild</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Da Ihr ja jetzt schon gut Bescheid wisst über Disablôt oder Lichtmeß, möchtet Ihr vielleicht auch wissen, wie wir das gestern nun gefeiert haben. Wir haben uns nachmittags ganz gemütlich zu Kuchen und Kaffee/Tee bei unserem Freund Holmger getroffen, der auf seinem Grundstück einen wunderschönen kleinen Ritualplatz eingerichtete hat. Den nutzen wir sehr gerne für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da Ihr ja jetzt schon gut Bescheid wisst über Disablôt oder Lichtmeß, möchtet Ihr vielleicht auch wissen, wie wir das gestern nun gefeiert haben.</p>
<p>Wir haben uns nachmittags ganz gemütlich zu Kuchen und Kaffee/Tee bei unserem Freund Holmger getroffen, der auf seinem Grundstück einen wunderschönen kleinen Ritualplatz eingerichtete hat. Den nutzen wir sehr gerne für die Feste unserer Gruppe.<span id="more-220"></span></p>
<p>Zwei Leute vom Filmteam (<a title="Artikel Kommen wir jetzt ins Fernsehen?" href="http://www.heidenkinder.de/2009/02/02/kommen-wir-jetzt-ins-fernsehen/" target="_blank">Ihr erinnert Euch?</a>) waren auch da, weil es sie interessierte, wie es ohne Filmkameras bei uns zugeht.</p>
<p>Nach der kleinen Stärkung ging es dann zum Blôt.</p>
<p>Da hat sich im laufe der Zeit ein gewisser Ablauf herauskristallisiert. Wir stellen uns im Kreis um die Feuerstelle und bitten Donar um Schutz für das Ritual. Einer von uns spricht ein paar Worte, die zum Anlass passen und uns darauf einstimmen, wieso wir genau zu dieser Zeit dort stehen, um die Götter zu ehren. Gestern haben wir uns z.B. daran erinnert, dass wir zu Jul, in der längsten Nacht des Jahres an dieser Stelle standen, um das Licht zu begrüßen. Jetzt ist dieses Licht schon wieder sehr viel stärker geworden.</p>
<p>Dann wird das Feuer entzündet. Anschließend haben wir uns an die Mütter unserer Sippen gewandt. Wir haben sie um Schutz und Segen für das Land und unsere Kinder gebeten.</p>
<p>Bevor wir das Horn kreisen ließen, haben wir drei Runen gesungen, die einen Bezug zu diesem Fest haben: <a href="http://www.heidenkinder.de/2009/02/14/berkana/" target="_blank">Berkana</a>, <a href="http://www.heidenkinder.de/2009/02/26/algiz/" target="_blank">Algiz</a> und <a href="http://www.heidenkinder.de/2009/02/20/sowilo/" target="_blank">Sowilo</a> (ok, ich werde bald einen Artikel über Runen schreiben – versprochen!) und Opferbrot gesegnet und geteilt. Wölfchen hat es ganz stolz im Kreis herumgetragen, damit sich jeder sein Stück abbrechen konnte. Anschließend war er (wie immer) auch der Erste, der sein Stück mit den Göttern teilte. Als Ausgleich futtert er meistens den Rest vom Opferbrot auf, während er darauf wartet dass das Horn zu ihm kommt.</p>
<p>Das Horn macht bei uns drei Runden: In der Ersten wenden wir uns an die Götter, in der Zweiten an die Ahnen und in der Dritten kann jeder, der möchte eigene Anliegen vortragen. Grundsätzlich gilt: Jeder darf was sagen, keiner muss!</p>
<p>Mein Wölfchen bringt immer wieder Trinksprüche, die mich erstaunen. Er trinkt oft auf seine Großeltern und aktuelle Lieblingsfreundinnen. Aber auch unser Besuch gestern wurde nicht vergessen. Mich freut es sehr, dass er so frei in unsere Gemeinschaft hineinwächst.</p>
<p>Nachdem das Blôt beendet war, haben wir den Nachmittag bzw. frühen Abend bei einer zünftigen Brotzeit ausklingen lassen. So waren wir rechtzeitig zur Schlafenszeit wieder zu Hause, denn heute Morgen hieß es ja: Die Ferien sind vorbei!</p>
<p>Eine schöne Woche wünscht Euch</p>
<p>Eure<br />
Wulfhild</p>
<p>PS: Ich habe die Bilder vom <a title="Artikel Kommen wir jetzt ins Fernsehen?" href="http://www.heidenkinder.de/2009/02/02/kommen-wir-jetzt-ins-fernsehen/" target="_blank">Filmdreh</a>! Freut Euch drauf!</p>
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