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	<title>Heidenkinder.de &#187; Blot</title>
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	<description>Die Seiten für kleine und große Heidenkinder</description>
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		<title>Heidenkinder-Ferien-Workshop Tag 3</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Aug 2010 13:05:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wulfhild</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feste]]></category>
		<category><![CDATA[Pumpans Herd]]></category>
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		<description><![CDATA[Wulfhild berichtet vom dritten und letzten Tag des Heidenkinder-Ferien-Workshops mit dem Abschlussritual der Heidenkinder mit Bannock als Opferbrot.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich stand gestern ja nicht mehr viel auf dem Programm: Runenlied und -tanz üben und den Begang vorbereiten. Doch wir mussten tatsächlich gut dran bleiben, um alles zu schaffen.</p>
<p>Nach dem Frühstück machten wir uns erst einmal auf dem Boden des Kinderzimmers breit und sahen uns den Ablauf so eines Blôts genauer an. Wir vergleichen ihn mit einem „normalen“ Fest bei uns zu Hause und schon war der Ablauf viel klarer.</p>
<p>Jedes der Kinder wusste schon ganz genau<span id="more-1580"></span>, welche Aufgabe es übernehmen wollte, so dass wir uns bald daran machen konnten, die einzelnen Teile zu formulieren.</p>
<div id="attachment_1593" class="wp-caption alignnone" style="width: 160px"><a title="Für größeres Ritualplanung im Kinderzimmer anklicken" href="http://www.heidenkinder.de/wp-content/uploads/2010/08/ritualplanung-im-kinderzimmer.jpg" target="_blank"><img class="size-thumbnail wp-image-1593 " title="Für größeres Ritualplanung im Kinderzimmer anklicken" src="http://www.heidenkinder.de/wp-content/uploads/2010/08/ritualplanung-im-kinderzimmer-150x150.jpg" alt="Ritualplanung im Kinderzimmer" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Ritualplanung im Kinderzimmer</p></div>
<p>Unsere Große wollte gerne Freyr und Freyja anrufen und Wölfchen Odin und Thor. Die Texte dazu schrieben sie selber.</p>
<p>Wölfchen war es am wichtigsten, dass er Feuerwart sein durfte.</p>
<p>Nachdem wir alles zusammengestellt hatten, brachten wir es noch in die richtige Reihenfolge, dann brauchten wir dringend eine Stärkung. Originellerweise hatten die Kinder sich für den letzten Tag Spaghetti Bolognese gewünscht. Auch die haben sie so gut wie alleine zubereitet. Allerdings einfach auf unserem Herd.</p>
<p>Satt kehrten wir nach dem Essen wieder in die Küche zurück, denn wir brauchten ja noch Opferbrot! Passenderweise einen Bannock, das Brot der Waldläufer <img src='http://www.heidenkinder.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  Wir buken ihn draußen, allerdings über einem Spiritusfeuer, um Holz für das Blôt aufzusparen.</p>
<p>Dann blieb nur noch, die Runenstellungen noch einmal zu üben und auf die Anderen zu warten.</p>
<p>Irgendwann waren wir dann auch alle versammelt und hielten den Begang in unserem Garten ab. Wölfchen betreute das Feuer ganz prima und die Große hielt eine kleine feine Reda.</p>
<p>Das Runagaldar mit Runenlied und Tanz war vielleicht der Höhepunkt des Begangs. Die Kinder waren mit so viel Begeisterung dabei &#8230; es war einfach schön!</p>
<p>Ich durfte Thor um die Weihe der Runensteine bitten und ich bin ganz sicher, er hat eine Extra-Portion Kraft hineingelegt.</p>
<div id="attachment_1596" class="wp-caption alignnone" style="width: 160px"><a target="_blank" title="Für größeres Der Altar beim Blot der Kinder anklicken" href="http://www.heidenkinder.de/wp-content/uploads/2010/08/der-altar-beim-blot-der-kinder.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-1596 " title="Für größeres Der Altar beim Blot der Kinder anklicken" src="http://www.heidenkinder.de/wp-content/uploads/2010/08/der-altar-beim-blot-der-kinder-150x150.jpg" alt="Der Altar beim Blot der Kinder" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Der Altar beim Blot der Kinder</p></div>
<p>Zum Bluostrar war das große Herdhorn ausnahmsweise das Kinderhorn. Die beiden hatten sich diese Besonderheit wirklich verdient.</p>
<p>Nach dem Ûzlâz blieben wir noch kurz zusammen, aber da es doch schon relativ spät war, mussten die meisten bald los.</p>
<p>Ich jedenfalls bin sehr dankbar für die Tage des Heidenkinder-Workshops. Ich habe viel gelernt und bin sicher, die Kinder haben einen großen Schritt auf ihrem Heiden-Weg gemacht.</p>
<p>Ich danke allen, die zum Gelingen beigetragen haben!</p>
<p>Eure<br />
Wulfhild</p>
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		<title>Schnitterfest</title>
		<link>http://www.heidenkinder.de/2010/07/26/schnitterfest-2/</link>
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		<pubDate>Mon, 26 Jul 2010 13:13:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wulfhild</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gestern haben wir das Schnitterfest gefeiert. Der Termin liegt traditionell am zweiten Vollmond nach Mittsommer – und der war heute morgen sehr früh. Worum geht es bei diesem Fest? Es ist der Beginn der Ernte. Also kein Erntedankfest, das kommt zum Herbstfest. Jetzt geht es noch um Wachstum und Reife und darum, die Ernte zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern haben wir das Schnitterfest gefeiert. Der Termin liegt traditionell am zweiten Vollmond nach Mittsommer – und der war heute morgen sehr früh.</p>
<p>Worum geht es bei diesem Fest?<span id="more-1543"></span></p>
<p>Es ist der Beginn der Ernte. Also kein Erntedankfest, das kommt zum Herbstfest. Jetzt geht es noch um Wachstum und Reife und darum, die Ernte zu erhalten. Denn um diese Zeit kann sehr viel zerstört werden. Wer schon einmal ein Getreidefeld nach einem Hagelsturm gesehen hat, weiß, was ich meine.</p>
<p>Deshalb ist das Schnitterfest nicht nur ein Fest der Fruchtbarkeitsgötter Frey und Freyja, sondern vor allem ein Fest Thors, den wir um Schutz für die reifenden Feldfrüchte bitten.</p>
<p>Zu den Runen, die wir für unseren Begang ausgesucht hatten, gehörten aus diesem Grund neben Fehu für die Fülle und Jera für den Jahreskreis und die gute Ernte auch Thurisaz für Thor und die Riesen, die er besiegen möge.</p>
<p>Als Ort für unser Fest hatten wir uns Lübars ausgesucht. Dort ist es doch sehr ländlich, so dass es leicht war, den Bezug zu unserer Feier zu erkennen. Schon auf dem Weg zu unserem Platz kamen wir an reifenden Getreidefeldern vorbei. Wir ließen uns am Fließ nieder, in Sichtweite einer alten Weide.</p>
<p>Dort bauten wir unseren Altar auf und hielten unser Ritual ab. Ich habe mich mal wieder besonders darüber gefreut, wie engagiert sich die Kinder beteiligt haben. Sie wachsen so richtig in unsere Tradition hinein. Unsere Große bringt inzwischen nicht nur beherzt ihre Trinksprüche aus, sondern übernimmt mit Begeisterung Aufgaben im Begang. Diesmal haben wir beide uns die Anrufung der Himmelrichtungen geteilt.</p>
<p>Wölfchen war Feuerwart, was ja schon immer sein Wunsch war.  Denn da es an den Tagen voher mächtig geregnet hatte, konnten wir Feuer machen. Wir hatten eine kleine Feuerschale und einen unserer selbst hergestellten Zünder dabei. Es war aber recht windig und von daher schwierig, das Feuerchen in Gang zu halten. Wir arbeiten noch an unserer Technik</p>
<p>Nach dem Blôt blieben wir gleich an Ort und Stelle, hockten uns in das hohe Gras und teilten, was wir an Gaben zusammengetragen hatten und was an Opferbrot übrig war. Wir genossen die Atmosphäre des Ortes, die Kinder konnten noch herumtollen und ich stattete der alten Weide einen kurzen Besuch ab.</p>
<p>Aber irgendwann mussten wir dann doch unsere Sachen zusammenpacken und den Heimweg antreten. Das taten wir dann auch – mit dem guten Gefühl, bereit für die Ernte zu sein.</p>
<p>Eure Wulfhild</p>
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		<title>Ostara von Pumpans Herd</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Mar 2010 08:19:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wulfhild</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wulfhild berichtet vom Ostara-Fest 2010 bei Pumpans Herd, bei dem diesmal besonders die Kinder viele Aufgaben im Ritual übernahmen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hier kommt der zweite Teil unseres Ostara-Festes.</p>
<p>Zur üblichen Zeit packten wir Opferbrot, gefärbte Eier und uns ins Auto und machten uns auf den Weg zu Holmger, um mit den Anderen von Pumpans Herd das Ostara-Blôt zu begehen.</p>
<p>Nachdem wir bei Kaffe, Kakao und Kuchen die letzten Neuigkeiten ausgetauscht hatten,<span id="more-1481"></span> besprachen wir den Ablauf des Blôts. Unser Langer Heide hatte ein paar kleine Änderungen an unserem üblichen Ablauf eingebaut, außerdem sollten möglichst viele Teilnehmer mit einbezogen werden und etwas &#8220;zu sagen&#8221; haben.</p>
<p>Es war nicht schwer, Freiwillige für die einzelnen Aufgaben zu finden.</p>
<p>Um uns noch besser auf das Ritual einzustimmen, habe ich, nachdem wir dreimal den Platz umschritten hatten, eine kleine Phantasiereise begleitet. Wir standen dabei im Kreis und hielten uns an den Händen. Dabei schaffte es Wölfchen tatsächlich, sein Versprechen zu halten und keinen Mucks zu sagen!</p>
<p>Danach begann das eigentliche Ritual.</p>
<p>Wir luden die Wächter und Kräfte der Himmelsrichtungen und Elemente diesmal ausdrücklich zu unserem Fest ein und anschließend die Gottheiten. Das besonders Schöne dabei war die große Beteiligung der Kinder. Jedes rief auf seine Art die Himmelsrichtung bzw. die Gottheit an, es passte perfekt und war eine große Freude.</p>
<p>Als Opferbrot gab es wie letztes Jahr einen Kranz aus süßem Brot, dazu Eier, die unsere Kinder Freitagabend noch gefärbt hatten. Wölfchen übernahm wieder die Aufgabe, die Gaben zu den Teilnehmern zu bringen, so dass jeder seinen Teil nehmen konnte.</p>
<div id="attachment_1491" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.heidenkinder.de/wp-content/uploads/2010/03/vier-kinderhaende-nach-dem-eierfaerben.jpg"><img class="size-medium wp-image-1491" title="Vier Kinderhände nach dem Eierfärben" src="http://www.heidenkinder.de/wp-content/uploads/2010/03/vier-kinderhaende-nach-dem-eierfaerben-300x225.jpg" alt="Vier Kinderhände (in Handschuhen) nach dem Eierfärben" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Vier Kinderhände (in Handschuhen) nach dem Eierfärben</p></div>
<div id="attachment_1492" class="wp-caption aligncenter" style="width: 235px"><a href="http://www.heidenkinder.de/wp-content/uploads/2010/03/opferbrot-und-eier-vor-dem-altar.jpg"><img class="size-medium wp-image-1492" title="Opferbrot und Eier vor dem Altar" src="http://www.heidenkinder.de/wp-content/uploads/2010/03/opferbrot-und-eier-vor-dem-altar-225x300.jpg" alt="Opferbrot und Eier vor dem Altar" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Opferbrot und Eier vor dem Altar</p></div>
<p>Als das Horn kreiste, kamen von den Kindern großartige Trinksprüche. Ich war wieder sehr beeindruckt. Mir fiel auf, wie viel sich in dieser Hinsicht verändert hat. Sogar unsere Große, die letztes Jahr sich höchstens schüchtern ein „Heja“ abringen konnte, hob selbstbewusst das Horn und brachte einen Trinkspruch auf ihre Familie aus.</p>
<p>Es freut mich immer so sehr zu erleben, wie unsere Kinder ganz natürlich in das Heidentum hineinwachsen. In ihrem Umfeld erleben sie ja auch das Christentum und in vielen Gesprächen setzen wir uns wirklich damit auseinander.</p>
<p>Ich hoffe, dass wir ihnen so helfen, irgendwann in der Lage zu sein, eine eigene, bewußte Entscheidung für eine Religion zu treffen.</p>
<p>Eure<br />
Wulfhild</p>
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		<title>Beltane 2009 in Morsbach</title>
		<link>http://www.heidenkinder.de/2009/05/17/beltane-2009-in-morsbach/</link>
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		<pubDate>Sun, 17 May 2009 07:00:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wulfhild</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feste]]></category>
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		<description><![CDATA[Es ist mir klar, dass ich der beeindruckende Atmosphäre vom Samstagabend hier nicht gerecht werden kann. Trotzdem möchte ich Euch einen kleinen Einblick geben. Nach Einbruch der Dämmerung versammelten wir uns um das Feuer, um das keltische Beltane-Ritual zu begehen. Ferdinand hatte die Leitung übernommen. Er gehört zum Nordwald-Herd des VfGH, in dem keltische und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist mir klar, dass ich der beeindruckende Atmosphäre vom Samstagabend hier nicht gerecht werden kann. Trotzdem möchte ich Euch einen kleinen Einblick geben.</p>
<p>Nach Einbruch der Dämmerung <span id="more-859"></span>versammelten wir uns um das Feuer, um das keltische Beltane-Ritual zu begehen.</p>
<p>Ferdinand hatte die Leitung übernommen. Er gehört zum <a title="VfGH Nordwald Herd" href="http://www.vfgh.de/data/show_page.asp?MLEVEL1=141&amp;MLEVEL2=7&amp;KAT1=Nordwald" target="_blank">Nordwald-Herd des VfGH</a>, in dem keltische und germanische Religiosität gelebt wird.</p>
<p>Anders als bei „unseren“ Blôts, bei denen der Platz oft mit der „Hammerweihe“ eingehegt wird, wurden am Samstag die Tore der vier Haupthimmelsrichtungen geöffnet und die Hüter der zugehörigen Elemente zu unserem Fest eingeladen. Anschließend sprach Ferdinand die einleitenden Worte zum Beltane-Fest.</p>
<p>Zusammen mit Asfrid rief er verschiedene keltische Götter in unseren Kreis. Dabei wurde deutlich, wie viele Parallelen es zwischen den keltischen und den germanischen Göttern gibt. Zuerst war das für die, die bisher noch keinen oder wenig Kontakt zum Keltischen hatten, etwas fremd, doch die Anrufungen wurden immer freier und persönlicher. Die Tatsache, dass Wetterleuchten am südlichen Horizont Aktivitäten des Donnergottes (Taranis bei den Kelten, Donar bei den Germanen) andeutete und das Gewitter während des Rituals immer näher kam, hatte sicher auch einen Anteil an der besonderen Atmosphäre.</p>
<p>An einer Stelle des Rituals fassten wir uns alle an den Händen und schritten im Kreis um das Feuer. Dadurch rückten wir noch einmal näher zusammen und spürten, dass wir in ein großes Ganzes eingebettet sind.</p>
<p>Und als pünktlich zum Ende die Tropfen immer dicker vom Himmel fielen und das Gewitter Morsbach erreichte, wurde wohl auch dem Letzten die gute Energie unter den Teilnehmern bewust.</p>
<p>Fazit: Es ist sehr gut, wichtig und bereichernd, auch mal über den Tellerrand zu schauen!</p>
<p>Eure<br />
Wulfhild</p>
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		<title>Unser Ostara</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Mar 2009 07:21:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wulfhild</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Freitag war ja nun Ostara. Da wir erst am Samstag gefeiert haben, hatte ich genug Zeit, am Freitag alles vorzubereiten. Mein Backofen hat Überstunden gemacht und fleißig Opferbrot und Nestchen gebacken. Das war ein Duft in der Wohnung! Später, als unsere beiden Heidenkinder hier waren, haben sie mir auch geholfen und hatten viel Spaß dabei, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Freitag war ja nun Ostara.</p>
<p>Da wir erst am Samstag gefeiert haben, hatte ich genug Zeit, am Freitag alles vorzubereiten. Mein Backofen hat Überstunden gemacht und fleißig Opferbrot und Nestchen gebacken. Das war ein Duft in der Wohnung! Später, als unsere beiden Heidenkinder hier waren, <span id="more-634"></span>haben sie mir auch geholfen und hatten viel Spaß dabei, Teigwürste zu rollen und die dann zu Nestchen zu formen.</p>
<div id="attachment_648" class="wp-caption aligncenter" style="width: 235px"><img class="size-medium wp-image-648" title="Teigwürste für Osternester formen" src="http://www.heidenkinder.de/wp-content/uploads/2009/03/nestbacken12-225x300.jpg" alt="Teigwürste für Osternester formen" width="225" height="300" /><p class="wp-caption-text">Teigwürste für Osternester formen</p></div>
<p>Samstag sind wir mit Sack und Pack zu Holmger gefahren. Nach leckerem Kuchen und kurzer Besprechung des Ablaufes ging es nach draußen. Die Götter meinten es gut mit uns – es war trocken und relativ mild.</p>
<p>Wenn Ihr unser Blôt genauer anschauen wollt, könnt Ihr <a title="AlteSitte.Wordpress.com: Entwurf für ein Ostara-Ritual" href="http://altesitte.wordpress.com/2009/03/20/entwurf-fuer-ein-ostara-ritual/" target="_blank">hier</a> gucken. Es war diesmal relativ lang – und wunderschön.</p>
<p>Gleich am Anfang brachten unsere Süße und Wölfchen Malzbier und Kekse für die Wesen des Platzes, die uns jetzt schon so lange Gastfreundschaft gewähren.</p>
<div id="attachment_649" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-649" title="Das Opferbrot" src="http://www.heidenkinder.de/wp-content/uploads/2009/03/2009ostarablotopferbrot1-300x225.jpg" alt="Das Opferbrot" width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text">Das Opferbrot</p></div>
<p>Beim Heilazzen haben wir ziemlich viele Götter ausdrücklich herbeigerufen. Dabei hat es mich besonders gefreut, dass Wölfchen die Anrufung Thors gesprochen hat. Er hat das sehr gut gemacht.</p>
<p>Während des Zunten sangen wir das Tausend-Götter-Lied, was mich persönlich sehr gefreut hat. Es ist eine schöne Art, die Zeit zu überbrücken, bis das Feuer entzündet ist und schön brennt.</p>
<p>Zum Runengesang hat Geirdís zu den am Anfang angerufenen Göttern die passenden Runen rausgesucht und auf Wunsch von Wölfchen noch Algiz hinzugefügt.</p>
<p>Zusätzlich zu den anderen Opfergaben, hatte ich ein paar Kräuter aus meinem „Anbau“ mitgebracht, um sie den Göttern zu schenken.</p>
<div id="attachment_650" class="wp-caption aligncenter" style="width: 235px"><img class="size-medium wp-image-650" title="Wölfchen und das Opferbrot" src="http://www.heidenkinder.de/wp-content/uploads/2009/03/2009ostarablotpeterluzia-225x300.jpg" alt="Wölfchen und das Opferbrot" width="225" height="300" /><p class="wp-caption-text">Wölfchen und das Opferbrot</p></div>
<p>Wie immer machte sich Wölfchen über das Opferbrot her. Zuerst war er es, der es zu den Teilnehmer getragen hat. Er vergisst auch nie, davon zu opfern und den Wesen des Platzes etwas zu geben. Aber den Rest vertilgt er während des Bluostrar. Das hält ihn nicht davon ab, wohlüberlegte und immer wieder überraschende Trinksprüche auf Götter, Freunde und Verwandte auszubringen. Auch unsere in der Hinsicht etwas schüchterne Große gewöhnt sich langsam daran, auch zu sagen, auf wen sie trinkt. Das ist ein Grund, stolz auf sie zu sein!</p>
<p>Da Samstagabend der Herdstammtisch war, haben wir das Festmahl auf das Frühstück verlegt – Ihr wisst schon <a title="Artikel Ostaraideen I" href="http://www.heidenkinder.de/2009/03/12/ostaraideen-i/" target="_blank">Kresse-Rührei</a> bei mir. Da ich mit den Kindern nach Hause gefahren bin, weil so ein Stammtisch nicht unbedingt eine Kinderveranstaltung ist und meistens länger dauert, konnten wir in Ruhe einiges vorbereiten. Bärlauchquark zum Beispiel … .</p>
<p>So brauchten wir morgens nur noch den Tisch zu decken und die Kresse für das Rührei zu ernten.</p>
<p>15 Eier haben wir in die Pfanne gehauen, jeder hatte sein Nestchen mit Ei auf seinem Platz und zusätzlich gab es noch Schrippen – und wir haben ratzeputz alles vertilgt.</p>
<div id="attachment_654" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-654" title="Eines meiner Osternester" src="http://www.heidenkinder.de/wp-content/uploads/2009/03/nest-300x225.jpg" alt="Eines meiner Osternester" width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text">Eines meiner Osternester</p></div>
<p>Es war zwar etwas mühsam, danach in die Gänge zu kommen, aber schließlich saßen wir doch im Bus nach Lübars. Einem sehr frischen Wind trotzend gingen wir bis zur Osterquelle. Wölfchen gab seinem Missfallen deutlich Ausdruck, während die Große bei der Kälte nur still vor sich hinbibberte.</p>
<p>Wir hielten an der Quelle kurz inne, ließen ein Nestchen dort und gingen weiter. An einem der Moorteiche fanden wir sehr ungewöhnliche Schneckenhäuser. Wölfchen wagte sich natürlich zu weit vor und wäre beinahe im Moor versunken.</p>
<p>Auf dem Rückweg sammelte ich noch etwas Mist für meinen neuen Kompost. Na und dann gab es wieder heiße Schokolade und Tee im Dorfkrug. Das tat gut, der Wode hatte uns doch etwas durchgepustet.</p>
<p>Zum Abschluß gab es noch mal Tee und Kaffee bei uns, bevor wir uns abends dann doch trennten.</p>
<p>Es war ein sehr schönes Ostarafest und ich bin sicher, unsere Saat für dieses Jahr ist gesegnet.</p>
<p>Eure<br />
Wulfhild</p>
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		<title>Henriks großer Tag</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Mar 2009 07:00:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wulfhild</dc:creator>
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		<description><![CDATA[„AAAAHHHH!&#8221; Mit markerschütterndem Gebrüll und einem riesen Satz sprang Henrik in das Bett seiner Eltern. Er landete genau zwischen ihnen. Mama grummelte nur kurz, rollte sich auf die andere Seite und zog sich die Bettdecke über den Kopf. „Aufstehen! Heute ist mein großer Tag.&#8221; Mama murmelte irgendetwas wie „Dann mach schon mal Frühstück&#8221;, aber Papa [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„AAAAHHHH!&#8221; Mit markerschütterndem Gebrüll und einem riesen Satz sprang Henrik in das Bett seiner Eltern. Er landete genau zwischen ihnen. Mama grummelte nur kurz, rollte sich auf die andere Seite und zog sich die Bettdecke über den Kopf.</p>
<p>„Aufstehen! Heute ist mein großer Tag.&#8221; <span id="more-518"></span>Mama murmelte irgendetwas wie „Dann mach schon mal Frühstück&#8221;, aber Papa widersprach. Er hatte auf den Wecker geschaut „Frische Schrippen gibt’s dann nicht, der Bäcker hat noch zu.&#8221; „Dann eben keine Schrippen&#8221;, meinte Henrik. „Henrik, wir fahren in sieben Stunden los. Wir haben also genügend Zeit, in Ruhe zu frühstücken und Mittag zu essen und uns vorzubereiten&#8221;, Papa war leicht ungeduldig. „Wenigstens Tee, bitte&#8221;, kam Mamas Stimme unter der Bettdecke hervor. „Na gut&#8221;, erwiderte Henrik gönnerhaft und trollte sich in die Küche.</p>
<p>„Wie soll das erst bei seiner Muntfeier werden?&#8221; stöhnte Mama. „Da haben wir ja noch drei Jahre Zeit&#8221;, tröstete Papa.</p>
<p>In der Zwischenzeit fuhrwerkte Henrik in der Küche, klapperte mit Geschirr und Besteck und bereitete tatsächlich Frühstück für die ganze Familie vor. Seine Eltern staunten nicht schlecht, als sie wenig später etwas verschlafen im Esszimmer auftauchten. Das versöhnte sie etwas mit der doch recht frühen Störung. Und Sonntagsfrühstück mit Müsli und Toast war fast so gut, wie mit Schrippen.</p>
<p>Erstaunlicherweise redete Henrik während des Essens nicht ununterbrochen von dem bevorstehenden Ereignis. Nach dem letzten Krümel Toast und dem letzten Löffel Müsli brachte er ohne Aufforderung sein Geschirr in die Küche und verschwand im Bad. Mama und Papa sahen sich verwundert an.</p>
<p>„So, ich bin fertig!&#8221; tönte es kurz darauf. Die Eltern, die gerade bei einer gemütlichen zweiten Tasse Tee saßen, hoben erstaunt die Köpfe. Fix und fertig angezogen stand Henrik in der Tür. Papa sah auf die Uhr. „Es sind immer noch sechs Stunden.&#8221; „Können wir nicht früher fahren?&#8221; quengelte Henrik. „Nein, die Anderen kommen doch auch erst später.&#8221; Schmollend verschwand Henrik wieder in seinem Zimmer und übte noch mal seinen Text. Der war ja nicht lang und Henrik konnte ihn längst auswendig. Er wollte alles sehr gut machen, damit niemand sagen konnte, er wäre noch zu jung.</p>
<p>Die nächsten Stunden waren zäh und langweilig, gingen aber schließlich doch vorbei. Endlich packten sie Opferbrot, Henriks Horn, Papas Torc und den Hammer ins Auto, stiegen ein und los ging es Richtung Autobahn. Einmal rund um Berlin ans andere Ende der Stadt.</p>
<p>Sie waren die Ersten, die bei Richard eintrafen. In seinem Garten hatte er einen kleinen, feinen Blôtplatz eingereichtet, den die Gruppe regelmäßig für ihre gemeinsamen Rituale nutzte. Nur wenn sich zu viele ankündigten, wichen sie auf einen anderen, größeren Platz aus.</p>
<p>„Zeigst Du mir noch mal alles?&#8221; bettelte Henrik. „Klar, mach ich, &#8220;sagte Richard&#8221;, komm, wir gehen raus.&#8221; „Ich koch’ inzwischen Kaffee&#8221;, erklärte Mama. Kurz darauf trudelten auch die restlichen Mitglieder der Gruppe ein. Bei Kaffe und Kuchen wurde erst einmal erzählt, was sich alles ereignet hatte. Henrik hielt es vor Ungeduld kaum noch aus. Aber dann war es soweit: Sie gingen alle hinaus zum Blôtplatz. In der Mitte stand der Feuerkorb, daneben der Eimer mit dem Holz, den Henrik und Richard vorbereitet hatten.</p>
<p>Claudia legte ein Tuch vor den Altar und stellte ein großes Horn dazu. Mama reichte ihr das Opferbrot und das kleinere Horn für Henrik, der keinen Met trinken durfte. Papa legte seinen Torc an, er würde das Ritual leiten. Sie verließen den Ritualkreis wieder und versammelten sich außerhalb, um sich kurz einzustimmen. Dann betraten sie den Kreis und stellten sich auf.</p>
<p>Henrik blieb dicht bei Richard, der als Feuerwart für das Entzünden und Unterhalten des Feuers zuständig war. Henrik hatte dieser Dienst schon fasziniert, als er noch viel jünger war und er wollte unbedingt auch Feuerwart werden. Er hatte Richard immer genau beobachtet, abgeschaut, wie er das Holz sorgfältig in den Metallkorb schichtete, so dass es gut brannte. Nach und nach war er ihm immer mehr zur Hand gegangen, bis er sicher war, selber ein gutes Feuer entzünden zu können. Heute war es endlich soweit, dass er, Henrik, diese Aufgabe alleine ausführen durfte. Er war stolz.</p>
<div id="attachment_523" class="wp-caption alignleft" style="width: 235px"><img class="size-medium wp-image-523" title="Feuer im Korb" src="http://www.heidenkinder.de/wp-content/uploads/2009/03/feuerkorb-225x300.jpg" alt="Feuer im Korb" width="225" height="300" /><p class="wp-caption-text">Feuer im Korb</p></div>
<p>Er wusste, dass viele Kinder in seinem Alter leichtsinnig mit Feuer umgingen und nicht gut aufpassten. So war er nicht. Er wusste, wie gefährlich Feuer sein konnte und war sehr achtsam und vorsichtig. Mama und Papa hatten ihn oft dafür gelobt. Trotzdem durfte er nicht alleine damit umgehen, sondern nur, wenn Erwachsene dabei waren. Aber wieso sollte er auch alleine mit Flammen herumspielen, wenn er beim Blôt Feuerwart sein durfte?</p>
<p>Henrik sah zu Richard, der ihm lächelnd auf die Schulter klopfte. „Du machst das schon!&#8221;</p>
<p>Das Ritual begann. Papa hob seine Arme und bat um Thors Schutz für das Blôt. Die einleitenden Worte bekam Henrik gar nicht mit, immer wieder schaute er Richard an, um ja nicht seinen Einsatz zu verpassen. Richard nickte ihm zu. Henrik legte sorgfältig sehr dünne, trockene Ästchen in den Feuerkorb. Er nahm das ganz lange Feuerzeug hervor, mit dem er weit genug von der Flamme entfernt war und entzündete die Äste mit den Worten:</p>
<blockquote><p>„Zu Ehren der Hohen Götter entzünden wir das Heilige Feuer,<br />
Feuer der Schöpfung und des Schicksals der Welten,<br />
Feuer, das Wärme und Wahrzeichen des Herdes ist.<br />
Möge Flamme wachsen an Flamme,<br />
dass Leben, Licht und Leben sich mehren,<br />
und nicht verlöschen vor der Zeit!&#8221;</p></blockquote>
<p>Er verstand nicht alles von diesem Text, obwohl Richard versucht hatte, ihm einiges zu erklären. Jedenfalls wusste er, wie wichtig das Feuer früher für die Menschen gewesen war. Ohne Feuer hatten sie nichts zu essen und keine Wärme. Es war wichtig, das Herdfeuer im Haus zu hüten.</p>
<p>Nach und nach legte er größere Ästchen, dann kleine Äste auf die wachsende Flamme. Die anderen sangen währenddessen das Tausend-Götter-Lied. Als das Feuer fürs erste hell genug brannte, trat Henrik stolz in den Kreis zurück und das Ritual ging weiter. Henrik war nicht besonders aufmerksam, weil er sich darauf konzentrierte, nicht zu verpassen, wann er Holz nachlegen musste. Beinahe war er erstaunt, als Claudia ihm von rechts das Horn reichte. „Trink Heil!&#8221; „Sei Heil!&#8221; erwiderte Henrik und fühlte sich sehr erwachsen. Er hob das Horn und trank auf Richard, als Dank, dass er ihn gelehrt hatte, Feuerwart zu sein.</p>
<p>Noch einmal legte er Holz nach und hell loderten die Flamen auf. Papa sprach die letzten Worte, das Ritual war beendet. Richard umarmte ihn freundschaftlich, wie ein Mann den anderen. „Gut gemacht!&#8221; lobte er. Auch Mama umarmte ihn. „Ich bin stolz auf Dich.&#8221; Henrik hörte den ganzen Abend nicht mehr auf zu strahlen und in der Nacht träumte er von allen Feuern, die er noch als Feuerwart entzünden würde.</p>
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