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	<title>Heidenkinder.de &#187; Thorshammer</title>
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	<description>Die Seiten für kleine und große Heidenkinder</description>
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		<title>Der Brunnen &#8211; Teil 1</title>
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		<pubDate>Thu, 28 May 2009 06:00:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wulfhild</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Aus einer einzelnen dicken grauen Wolke, die sich über den ganzen Himmel erstreckte, prasselte der Regen auf die Sonnenschirme des Eiscafés, unter denen sich die Leute schutzsuchend drängten. Thor donnerte mit Getöse über den Himmel, dass es krachte und Blitze die trübe Regenwand erhellten. Jens war weit von den schützenden Schirmen entfernt, aber nach Eis [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aus einer einzelnen dicken grauen Wolke, die sich über den ganzen Himmel erstreckte, prasselte der Regen auf die Sonnenschirme des Eiscafés, unter denen sich die Leute schutzsuchend drängten.</p>
<p>Thor donnerte <span id="more-929"></span>mit Getöse über den Himmel, dass es krachte und Blitze die trübe Regenwand erhellten.</p>
<p>Jens war weit von den schützenden Schirmen entfernt, aber nach Eis stand ihm im Moment sowieso nicht der Sinn. Bisher hatten die alten Bäume des Waldes ihn etwas beschirmt, aber jetzt trat er hinaus in das freie Gelände. Er zog sich die Kapuze tiefer ins Gesicht und vergrub seine Hände tief in den Taschen seiner Jacke. Der Regen bildete einen Schleier, der alles rundherum nur schemenhaft durchschimmern ließ.</p>
<p>Vor ihm erstreckte sich eine weite Wiese, die rundherum von Wäldern umschlossen war.</p>
<p>Etwa in der Mitte der Wiese trat Jens durch den Schleier hindurch. Das bedeutet, er hatte das Gefühl, durch diese Wasserwand zu gehen. Dahinter regnete es nicht mehr so sehr, es blieb aber alles grau in grau und Nebelschwaden wabberten am gerade noch erkennbaren Waldrand. Auch erschien es Jens jetzt stiller, aber das konnte auch am nachlassenden Regen liegen, der bald sogar ganz aufhörte.</p>
<p>Jens schob sich die Kapuze vom Kopf und sah sich um. War das da eine Person mit wehendem Umhang? Oder nur ein Nebelschwaden? Jens kniff die Augen zusammen, aber er konnte es nicht genau erkennen. Eine kühle Windboe streifte ihn, so dass eine Gänsehaut sein Rückgrat entlangkroch.</p>
<p>Jens ging weiter auf den Waldrand vor ihm zu. Als er ihn erreichte, blieb er kurz stehen, um sich umzusehen. Doch er konnte nicht weit gucken, so dicht war hinter ihm der Nebel geworden. Wieder streifte ihn etwas, diesmal fester, wie ein wollener Umhang ….</p>
<p>Jens fürchtete sich nicht. Seit er Heide geworden war, war er sehr oft alleine im Wald gewesen. Er hatte dort einen Ort gefunden, wo er ungestört seine Rituale abhalten konnte. Er hätte die Feste und so lieber in der Gemeinschaft gefeiert, aber seine Eltern waren völlig dagegen. Sie waren nicht mal bereit, ihm zuzuhören. Kamen mit irgendwelchen Vorurteilen und wollten ihm nicht zuhören. Sie redeten immer über Politik, den letzten Weltkrieg und darüber, was die Nachbarn denken würden, wenn er mit seinem Thorshammer um den Hals rumlief. Kurz, sie waren entsetzt.</p>
<p>Jens lies sich aber nicht beirren. Über das Internet stand er mit seinen Heidenfreunden in Kontakt und einmal konnte er heimlich ein Treffen besuchen. Aber heimlich war blöd und lügen erst recht! Schließlich gehörte Wahrheit zu den neun edlen Tugenden. Na und seinen Hammer trug er eben unter dem T-Shirt.</p>
<p>Er bemühte sich, seinen Eltern zu beweisen, dass sie Unrecht hatten. Daß es NICHT nur eine neue Spinnerei war, die er sowieso bald wieder aufgeben würde. Merkten sie denn nicht, wie er sich verändert hatte?</p>
<p>Er traf sich nicht mehr mit seinen alten Kumpeln. Obwohl Erik aus der Clique ihn eigentlich auf das Heidentum gebracht hatte. Irgendwann hatte er so ein uraltes Buch mitgebracht, über die Helden der Germanen. Irgendwie hatte Jens das fasziniert, er hatte weitergesucht und schließlich war er bei diesem Verein gelandet, im Internet. Da hatte er das Gefühl, angekommen zu sein. Und das Treffen, das er besuchten konnte, hatte ihn voll bestätigt.</p>
<p>Wahrscheinlich warteten seine Eltern nur darauf, dass er in seine alten Gewohnheiten zurückfiel. Lügen, stehlen, naja und noch ein paar unschöne Dinge. Aber Jens wollte sich nicht provozieren lassen. Diesmal nicht!</p>
<p>Er wollte diesmal mit dem Verstand kämpfen, mit Weisheit. Schließlich war Odin sein Fultrui. Und wo findet man Weisheit? In Mimirs Brunnen. Genau dahin war Jens unterwegs. Allerdings glaubte er selber nicht so richtig an seinen Erfolg. Wenigstens hatte er es versucht.</p>
<p>Während Jens so seinen Gedanken nachhing, war er ein ganzes Stück tiefer in den Wald gelaufen. Es sah so aus, als würde es etwas heller und richtig, nach einem kurzen Wegstück öffnete sich der Wald auf eine Lichtung. In deren Mitte stand ein Baum. Was für ein Baum wusste Jens nicht, Botanik war nicht seine Stärke. Jedenfalls war er wohl mächtig alt, denn sein Stamm hatte einen ziemlichen Durchmesser. Instinktiv war Jens klar, dass er zu diesem Baum musste. Langsam umrundete er ihn, beeindruckt von den Ausmaßen. Als er halb herum war, erkannte er eine Spalte im Stamm. Eine große Spalte, groß genug für Jens. Jetzt begann sein Herz doch, schneller zu klopfen. Er zwängte sich in den Stamm und fand sich am oberen Ende einer Treppe wieder.</p>
<p>Vorsichtig tastete er sich Stufe um Stufe nach unten. Es war nicht ganz dunkel, obwohl keine Lichtquelle zu finden war. Jens hatte das Gefühl, der Abstieg würde kein Ende nehmen. Inzwischen war ihm sogar kalt. Um ihn herum war Erde. Braune, feuchte Erde, durchzogen von Wurzeln. Dicke Wurzeln, dünne Wurzeln, ganz feine Wurzeln.</p>
<p>Aber dann kam er doch unten an. Die Treppe endete in einer Art Höhle, die von Wurzeln durchzogen wurde. Eine ganz besonders dicke Wurzel lief am hinteren Ende der Höhle entlang und verschwand im Dunkeln. Jens folgte dieser Wurzel. Denn er wusste, Mimirs Brunnen lag unter der Wurzel Yggdrasils, die zu den Reifriesen wächst. Und so war es.</p>
<p>Nachdem Jens der Wurzel durch einen Gang gefolgt war, erreichte er einen Brunnen. Jetzt war es mit seiner Ruhe vorbei. Sein Herz schlug wie wild und ihm wurde schwindelig. Er hatte es geschafft. Er hatte Mimirs Brunnen gefunden. Für ihn bedeutete das auch, dass die Götter ihn für würdig hielten, mit ihnen zu gehen. Sonst hätten sie ihm kaum erlaubt, hierher zu kommen.</p>
<p>Jens schluckt, während er sich vorsichtig dem Brunnen näherte. Auf seinem Rand lag wie erwartet das Horn, Gjallarhorn, mit dem Mimir jeden Morgen seinen Trunk aus dem Brunnen geschöpft hatte.</p>
<p>Auf einmal fragte sich Jens, was er hier zu finden hoffte. Mimir war nicht mehr hier. Die Wanen hatten ihn getötet. Damals, als die Asen und Wanen nach dem großen Krieg Geiseln ausgetauscht hatten. Mimir war zusammen mit Hönir zu den Wanen geschickt worden, im Austausch mit Njörd und Freyr, die zu den Asen kamen. Die Wanen fühlten sich betrogen, als sie merkten, dass Hönir ohne Mimir keine Entscheidungen traf, obwohl er ihnen von den Asen als Führer angepriesen worden war. Mimirs Kopf hatten sie zu Odin gebracht, der ihn mit Kräutern und Zaubern am Leben erhielt, so dass er sich weiterhin Rat holen konnte.</p>
<p>Aber wie konnte Jens hier Rat finden?</p>
<p>„Allvaters Auge“, fiel ihm ein. Das Auge, das Odin opfern musste, um aus dem Brunnen der Weisheit trinken zu dürfen. Jens legte die Hände auf den Rand des Brunnens und wagte es langsam, hineinzusehen. Weil er vor Aufregung so heftig atmete, kräuselte sich die Oberfläche und Jens sah gar nichts. Enttäuscht hob er den Kopf und versucht, sich zu beruhigen. Da begegnete sein Blick dem eines Einäugigen, der ihm gegenüber am Brunnenrand stand. Mit Hut und Umhang und einem spöttischen Lächeln um die Lippen.</p>
<p>Teil 2 folgt!</p>
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		<title>Wo ist der Hammer?</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Feb 2009 07:00:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wulfhild</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wulfhild löst ihr Versprechen ein: Das Thrym-Lied für Kinder Ihr wisst, dass es Thors Aufgabe ist, Asgard und Midgard vor den Riesen zu schützen. Dabei ist seine wichtigste Waffe sein Hammer Mjölnir, der stets sein Ziel trifft und danach sofort in Thors Hand zurückkehrt. Er legt ihn nie ab, zumindest fast nie. Und eines Morgens… [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Wulfhild löst ihr <a href="http://www.heidenkinder.de/2009/02/25/thor/" target="_blank">Versprechen </a>ein: Das Thrym-Lied für Kinder</h2>
<p>Ihr wisst, dass es <a href="http://www.heidenkinder.de/2009/02/25/thor/" target="_blank">Thors</a> Aufgabe ist, Asgard und Midgard vor den Riesen zu schützen. Dabei ist seine wichtigste Waffe sein Hammer Mjölnir, der stets sein Ziel trifft und danach sofort in Thors Hand zurückkehrt. Er legt ihn nie ab, zumindest fast nie. Und eines Morgens…<span id="more-454"></span></p>
<p>Wie es seine Gewohnheit ist, erwachte Thor am frühen Morgen. Noch ganz schlaftrunken, griff er gleich nach seinem Hammer und war schlagartig hell wach. Der Hammer war weg!</p>
<p>Thor sprang aus dem Bett, sein Haar stand in alle Richtungen und er zerzauste auch noch seinen Bart, während er versuchte, sich zu erinnern. Vielleicht hatte er Mjölnir an eine ungewohnte Stelle gelegt? Das war eigentlich unvorstellbar, aber trotzdem durchsuchte er alles ganz genau. Davon erwachte natürlich Sif, die gleich wissen wollte, was los war. Sie half ihm suchen. Doch als kein Möbelstück mehr an seinem Platz stand, mussten sie einsehen, dass der Hammer wirklich weg war.</p>
<p>Thor wurde rot vor Wut, denn ihm fiel nur eine Möglichkeit ein: „Mein Hammer ist gestohlen&#8221;, rief er so laut, dass noch in Midgard Scheiben klirrten. Sif sagte nichts, sie kannte ihren Mann und wusste, dass ein Abenteuer bevorstand. Thor ohne Hammer war wirklich ungeheuerlich! Sie wäre keine Göttin und nicht Thors Frau, wenn sie das dulden könnte.</p>
<p>Ein bisschen schämte Thor sich auch, dass er sich den Hammer hatte stehlen lassen und das machte seinen Zorn nur noch schlimmer. Wer konnte ihm jetzt helfen? Odin mochte er nicht fragen.</p>
<p>Loki! Ja, er würde Loki um Hilfe bitten. Er war zwar verschlagen und hatte die Asen schon in üble Schwierigkeiten gebracht, aber er war auch nie um eine gute Idee verlegen, wenn es darum ging, aus den Schwierigkeiten wieder herauszukommen.</p>
<p>Loki konnte sich sein Grinsen nicht verkneifen, als Thor ihm erzählte, was passiert war. Thor knirschte innerlich mit den Zähnen wegen dieser Demütigung. Aber es half nichts, der Hammer musste wieder her. Wie sollte er sonst gegen die Riesen kämpfen? Solange Mjölnir nicht zurück in seiner Hand war, war Asgard in Gefahr.</p>
<p>Loki bot an, für Thor herauszufinden, wo der Hammer hingeraten war. Dafür braucht er Freyjas Falkenkleid. Bei der Vorstellung, auch noch der Liebesgöttin von seiner Schmach zu erzählen, schämte sich Thor noch ein bisschen mehr. Aber Freyja war sehr hilfsbereit. Sie mochte Thor und überließ ihm gerne ihr Gewand.</p>
<p>Loki streifte es über und nahm vor den Augen des Donnergottes Falkengestallt an. Das Gesicht verformte sich zu einem spitzen Greifvogelgesicht mit gefährlich gebogenem Schnabel, die Arme wurden zu mächtigen Schwingen, mit deren Hilfe sich Loki nun in die Luft erhob. Zur Übung drehte er ein paar Runden über Thor, der hoffnungsvoll zu ihm hinaufsah. Dann stieß er ein heiseres Krächzen aus und noch bevor der Schrei verklungen war, war er für Thor nur noch ein kleiner, schwarzer Punkt am Himmel. Thor gefiel es gar nicht, dass sein Schicksal und das der Götter und Menschen nun ausgerechnet in der Hand Lokis lagen. Er konnte jetzt erstmal nichts tun und das mochte er überhaupt nicht.</p>
<p>Loki flog direkt nach Riesenheim. Unterwegs suchte er alles mit den scharfen Falkenaugen ab, ob sich irgendwo ein Hinweis auf den Verbleib des Hammers zeigen würde. Doch er fand nichts.<br />
Der Riesenkönig Thrym saß auf einem Hügel und flocht goldene Halsbänder für seine Hunde.</p>
<p>Thrym war kein dummer Riese und erkannte Loki sofort – trotz Freyjas Gewand. „Was treibt Dich nach Riesenheim?&#8221; wollte er wissen, doch sein überhebliches Grinsen verriet ihn schon. „Thors Hammer ist verschwunden und ich bin ausgeflogen, ihn zu suchen&#8221;, krächzte Loki gerade heraus. „Weißt Du mehr darüber?&#8221;</p>
<p>Thrym lies sich Zeit mit seiner Antwort und kostete die Ungeduld des Gottes aus. Schließlich sagte er: „Ich habe Thors Hammer. Gut verborgen, 8 Meilen unter der Erde. Keiner wird ihn holen, wenn ihr mir nicht gebt, was ich verlange!&#8221; „Was willst Du?&#8221; forschte Loki weiter nach. „Freyja zur Frau!&#8221; War die kurze Antwort. Sogar Loki verschlug diese Forderung die Sprache und er brauchte den ganzen Weg bis nach Asgard, um seine Fassung wiederzugewinnen. Natürlich war Thrym nicht der erste Riese, der Freyja zur Frau haben wollte. Dazu ist sie viel zu schön. Aber in diesem Fall stand so viel auf dem Spiel.</p>
<p>Mit rauschendem Gefieder landete Loki vor Thor und berichtete noch ganz außer Atem, was Thrym forderte. Thor schien zu schrumpfen, als er daran dachte, Freyja diesen Handel zu unterbreiten. Aber welche Wahl hatte er? Mit hängenden Schultern stand der riesenhafte Gott vor der zarten Liebesgöttin. Freyjas Zorn hätte allerdings jedem Berserker Ehre gemacht und Liebreiz war in ihrem wütenden Gesicht gerade auch nicht viel zu sehen. „Niemals! Niemals!!&#8221; Das war zu erwarten gewesen.</p>
<p>Jetzt war es an der Zeit, den Götterrat einzuberufen. Thor musste sich einiges an Vorwürfen anhören und ihm fiel wenig zu seiner Verteidigung ein. Einzig Heimdall hörte ruhig zu, dachte nach und ergriff schließlich das Wort. „Es gibt eine Möglichkeit…&#8221;, begann er.</p>
<p>Es war schlagartig still und die Aufmerksamkeit aller richtete sich auf Bifrösts Wächter. „Thor selber wird als Braut zu Thrym gehen!&#8221; fuhr er fort. Sofort war es vorbei mit der Stille, das Stimmengewirr war ohrenbetäubend. Am lautesten tobte Thor. Nur Allvater sah in stillem Einverständnis zu Heimdall hinüber. „Heimdall hat Recht!&#8221; sprach Odin. „Wie sollen wir den Riesen ohne Mjölnir widerstehen? Dann hätte auch Freyja keine Wahl und aller Zorn nützte nichts. Deine besonderen Schützlinge, die Menschen, wären verloren. Wir müssen Thrym überlisten.&#8221; Thor holte schon Luft um weiter zu toben, aber Sifs Hand auf seinem Arm hinderte ihn daran.</p>
<p>Und so wurde der Donnergott zur Braut. Ein feiner Schleier verbarg sein Gesicht und seinen Bart, ein langes Gewand seine behaarten Beine. Brisingamen legte Freyja persönlich um seinen Hals. In sein Schicksal ergeben, ließ Thor das alles geschehen. Wenn er erst wieder seinen Hammer in der Hand hielt, dann … .</p>
<p>Loki verkleidete sich als Dienerin der Braut, denn die Götter befürchteten, dass Thor ohne Begleitung sich zu allerhand Dummheiten hinreißen lassen könnte. In Thors Wagen stürmten die beiden Richtung Riesenheim und der Lärm, den sie dabei machten, drang bis zu Thrym, der gleich die Hochzeit vorbereiten ließ.</p>
<p>Riesen sind ja nicht gerade zierliche Wesen, aber sogar ihnen kam die vermeintliche Liebesgöttin etwas grobschlächtig vor. Doch der gerissene Loki konnte mit geschickten Worten ihr Bedenken zerstreuen. Zumindest bis zum Essen. Denn Thor hat nun mal einen riesigen Appetit. Entsprechend waren die Portionen, die er vertilgte. Ähnliches galt für die Mengen, die er trank. Die Riesen staunten nicht schlecht. Wieder war es Loki, der eine gute Erklärung bot: „Freyja hat sich so sehr auf diesen Tag gefreut, dass sie 8 Tage lang nichts gegessen und getrunken hat.&#8221; Damit war Thrym mehr als zufrieden.</p>
<p>Endlich war es soweit, Thrym und Freyja sollten verheiratet werden. Das war die Gelegenheit, auf die Thor und Loki gewartet hatten. Denn jetzt musste Thrym den Hammer holen lassen, um ihn der Braut in den Schoß zu legen, wie es alter Brauch ist. Auf einen Wink des Riesenkönigs hin, machten sich zwei seiner Gefolgsleute auf den Weg.</p>
<p> Thor konnte sich kaum noch zurückhalten, er bebte innerlich. Endlich kamen die beiden Riesen mit seinem Hammer zurück. Beinahe wäre der Donnergott aufgesprungen und hätte sich seinen Mjölnir geschnappt, doch Lokis Hand auf seiner Schulter drückte ihn zurück auf den Stuhl. Er wartete, bis ihm der Hammer feierlich in den Schoß gelegt worden war. Dann gab es kein Halten mehr, mit wütendem Geheul packte er seine Waffe, warf seinen Stuhl um und stürzte sich auf die verdutzen Riesen. „Niemand stiehlt mir ungestraft meinen Hammer!&#8221; brüllte er – und wieder zitterten Scheiben in Midgard.</p>
<p>Das Erstaunen und Entsetzen der Riesen zusammen mit Thors unbändiger Wut und seiner Erleichterung, endlich wieder Mjölnir in seiner Hand zu halten, sorgten für einen kurzen Kampf.</p>
<p>Bald waren der Donnerer und Loki auf dem Weg zurück nach Asgard. Die Frauenkleidung war beim Kampf in Fetzen gegangen, was den Gott nicht störte. Brisingamen hatte alles heil überstanden und das war gut so, denn Ärger mit Freyja wollten die beiden lieber nicht riskieren.</p>
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		<title>Irminsul</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Feb 2009 18:43:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wulfhild</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bestimmt haben sich einige von Euch gewundert, was ich da für ein komisches Gebilde aus Fimo gebastelt habe. Die Irminsul – was soll denn das sein? Irminsul bedeutet „erhabene Säule“ und war die Kultsäule im Stammesheiligtum der Sachsen, das 772 Karl der Große zerstören ließ. Um den genauen Ort des Heiligtums streiten sich noch heute [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bestimmt haben sich einige von Euch gewundert, was ich da für ein komisches Gebilde aus <a title="Artikel Fimo" href="http://www.heidenkinder.de/2009/02/18/fimo/">Fimo</a> gebastelt habe. Die Irminsul – was soll denn das sein?</p>
<p>Irminsul bedeutet „erhabene Säule“ und war<span id="more-392"></span> die Kultsäule im Stammesheiligtum der <a title="Wikipedia über die Sachsen" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sachsen_(Volk)" target="_blank">Sachsen</a>, das 772 <a title="Wikipedia über Karl den Großen" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_der_Gro%C3%9Fe" target="_blank">Karl der Große</a> zerstören ließ.</p>
<p>Um den genauen Ort des Heiligtums streiten sich noch heute die Gelehrten. Manche vermuten, die Irminsul stand auf oder bei den <a title="Wikipedia über die Externsteine" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Externsteine" target="_blank">Externsteinen</a> im Teutoburger Wald. An diesen Felsen wurde in christlicher Zeit (12. Jhd.) in einem Relief u.a. eine geknickte Säule dargestellt. Diese Darstellung diente später als Vorlage für das Irminsul-Symbol, das neben dem Thorshammer heute gerne von uns Heiden verwendet wird.</p>
<div id="attachment_398" class="wp-caption aligncenter" style="width: 388px"><img class="size-full wp-image-398" title="Das Relief an den Externsteinen" src="http://www.heidenkinder.de/wp-content/uploads/2009/02/externsteinerelief.jpg" alt="Das Relief an den Externsteinen, im Kreis die geknickte Säule" width="378" height="399" /><p class="wp-caption-text">Das Relief an den Externsteinen, im Kreis die geknickte Säule</p></div>
<p>Solche oben gegabelten Säulen errichteten die <a title="Wikipedia über die Samen" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Samen_(Volk)" target="_blank">Lappen</a> noch bis ins 17. Jhd.. Es wird vermutet, dass sie die Sitte, solche Weltsäulen aufzustellen von den südlicheren Germanen übernommen haben.</p>
<p>Der Mönch <a title="Wikipedia über Rudolf von Fulda" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_von_Fulda" target="_blank">Rudolf von Fulda</a> beschreibt die Irminsul als „Säule, die gleichsam alles stützt“. Das erinnert stark an den Weltenbaum, Yggdrasil, die Weltenesche mit den neun Welten. In der Irminsul-Version, die <a title="Homepage des VfGH e.V." href="http://www.vfgh.de" target="_blank">unser Verein</a> nutzt, werden diese neun Welten durch die neun roten Streifen symbolisiert, die sich oben, unten und in der Mitte um die Säule winden.</p>
<div id="attachment_408" class="wp-caption aligncenter" style="width: 145px"><img class="size-full wp-image-408" title="irminsul" src="http://www.heidenkinder.de/wp-content/uploads/2009/02/irminsul.gif" alt="Die Irminsul des VfGH" width="135" height="122" /><p class="wp-caption-text">Die Irminsul des VfGH</p></div>
<p>Das war jetzt wohl ein bisschen trockener Stoff. Ich habe allerdings richtig Lust bekommen, die Externsteine zu besuchen und mir alles mal ganz genau anzusehen. Früher haben wir mal einen Schulausflug dorthin gemacht, aber daran kann ich mich kaum erinnern.</p>
<p>Vielleicht wohnt Ihr ja näher dran als wir und könnt einen Familienausflug dorthin machen. Dann wünsche ich mir aber einen Bericht von Euch <img src='http://www.heidenkinder.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Eure<br />
Wulfhild</p>
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		</item>
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		<title>Winterspaziergang oder Frühling???</title>
		<link>http://www.heidenkinder.de/2009/02/16/winterspaziergang-oder-fruehling/</link>
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		<pubDate>Mon, 16 Feb 2009 07:00:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wulfhild</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gestern hatte ich etwas Zeit für mich und da ich sehr gerne am Wasser bin, sause ich bei solchen Gelegenheiten gleich um die Ecke an den Tegeler See. Gestern auch. Warm eingepackt trotzte ich dem Schneegestöber und lief am winterweißen See entlang. Wie erwartet saß „mein“ Graureiher an seiner angestammten Stelle auf dem Eis und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern hatte ich etwas Zeit für mich und da ich sehr gerne am Wasser bin, sause ich bei solchen Gelegenheiten gleich um die Ecke an den Tegeler See. Gestern auch. Warm eingepackt trotzte ich dem Schneegestöber und lief am winterweißen See entlang.</p>
<p>Wie erwartet saß „mein“ Graureiher an seiner angestammten Stelle auf dem Eis und beobachtete seinen Freund,<span id="more-335"></span> den Angler am Ufer, der ab und zu einen Teil seines Fangs mit ihm teilt.</p>
<p>Dieser Reiher ist inzwischen sogar so berühmt, dass über ihn in der Zeitung berichtete wird. Daher weiß ich auch, dass man ihn &#8220;Charlie Chaplin&#8221; nennt.</p>
<p>Irgendwie dachte ich, das Eis wäre inzwischen dünn und nicht mehr tragfähig – bis ich die Eissegler sah, die über den See flitzten. Das sah schon recht spektakulär aus. Das Eis ist also doch noch ziemlich dick.</p>
<p>Nein, nicht einmal mir war gestern nach Frühling, aber da ich ihn ja unermüdlich verkünde und erwarte, sah ich mir jeden Baum und Strauch genau an. Und siehe da, überall kleine grüne, braune oder rötliche Knospen. Der Winter ist längst besiegt, er will es nur noch nicht wahr haben. Wartet mal ab, wenn Ostara sich nähert!</p>
<div id="attachment_345" class="wp-caption alignleft" style="width: 190px"><img class="size-full wp-image-345" title="Die Dicke Marie im Schnee" src="http://www.heidenkinder.de/wp-content/uploads/2009/02/dickemariewinter25.jpg" alt="Die &quot;Dicke Marie&quot; im Schnee" width="180" height="240" /><p class="wp-caption-text">Die &quot;Dicke Marie&quot; im Schnee</p></div>
<p>Ganz in Ufernähe findet man Berlins ältesten Baum, die Dicke Marie. Das ist eine ca. 900 Jahre alte Eiche, der ich gerne einen Besuch abstatte. Als ich das erste Mal dort war, habe ich einen Thorshammer gefunden, den wohl jemand als Opfer dort hingelegt hatte. Ich habe ihn selbstverständlich liegen lassen.</p>
<p>Um den Baum ranken sich einige alte Geschichten, die darauf hinweisen könnten, dass hier früher schon ein Kult- oder Opferplatz gewesen ist.</p>
<p>Ich habe eine kleine Pause gemacht und mich an den dicken Stamm (Durchmesser etwa 2,10m, Umfang etwa 6,65m) gelehnt. Da kann ich prima die Kraft der alten Eiche und die des Ortes spüren. Denn wenn sie wirklich 900 Jahre alt ist (was umstritten ist), dann hat genau an dieser Stelle eine kleine Eichel gekeimt, bevor William der Eroberer mit seinen Normannen in England gelandet ist. Und das ist wirklich ziemlich lange her.</p>
<p>Da ich ja ganz spontan losgelaufen war, hatte ich kein Gastgeschenk für diesen ehrwürdigen Baum und die Wesen dieses Platzes dabei. In solchen Fällen gebe ich gerne etwas direkt von mir: Ich zupfe mir ein Haar (oder zwei) aus und lasse es zurück. Heute habe ich noch ein <a title="Artikel Berkana" href="http://www.heidenkinder.de/2009/02/14/berkana/" target="_blank">Berkana</a> in den Schnee geschrieben <img src='http://www.heidenkinder.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  .</p>
<p>Nachdem ich noch ein wenig durch den Wald gelaufen bin und feststellte, dass es in Tegel Berge &#8211; ok Hügel – gibt, wollte ich nicht abwarten, bis meine Männer mich als vermisst melden und habe mich auf den Heimweg gemacht. Dort wartete schon einer heißer Tee auf mich – und meine Kräutertöpfe in der Küche, die auch wissen, dass der Frühling eigentlich schon da ist.</p>
<p>Eure<br />
Wulfhild, heute ohne Wölfchen</p>
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